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Stadtteilbeirat Gartenstadt : Rendsburger Straße soll sicherer werden

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Der Stadtteilbeirat Gartenstadt sieht Risiken für Radfahrer und ältere Menschen und fordert gefahrenlose Übergänge.

shz.de von
erstellt am 24.Mai.2013 | 08:00 Uhr

Neumünster | Der Stadtteilbeirat Gartenstadt sorgt sich um die Sicherheit der Fußgänger und Radfahrer, um Kinder und ältere Menschen, die im Straßenverkehr oft zu kurz kommen. Bei der Debatte um das Zukunftsprojekt "Messe-Achse" - die sich vom Bahnhof bis zu den Holstenhallen erstreckt - sparte der Vorsitzende Kurt Feldmann-Jäger (SPD) am Mittwochabend nicht mit Kritik an den Verkehrsplanern: "Die Benachteiligung gegenüber den Autofahrern muss ein Ende finden. Da müssen wir die Verwaltung mehr an die Leine nehmen."

Gemeinsam mit den anderen Mitgliedern des Beirats bemängelte der Vorsitzende auch, dass aus dem ursprünglichen Entwurf zur "Messe-Achse" offenbar immer mehr zentrale Flächen herausgebrochen werden. Ein Einwohner brachte es auf den Punkt: "Wenn die Rendsburger Straße nicht dabei ist, können wir’s vergessen."

Denn gerade diese Verkehrsader liegt (nicht nur) den Menschen in der Gartenstadt am Herzen. Im Abschnitt zwischen Victoriastraße und dem Ring (fast einen Kilometer lang) gibt es weder eine Ampel noch andere Hilfen, um die vierspurige Trasse zu überqueren. Immer wieder, das zeigte sich in der Diskussion, gibt es brenzlige Situationen. Zumal man sich häufig erst zwischen die parkenden Lastwagen begeben muss, um freie Sicht auf den rollenden Verkehr zu erhalten.

Wer geschickt genug ist und zudem den richtigen Moment abpasst, kann zwar bei geschlossenen Schranken am Bahnübergang zwischen den wartenden Fahrzeugen hindurch die andere Straßenseite erreichen. Doch das ist kein Modell, das der Beirat befürwortet. Klare Ansage: Der Zustand auf der Rendsburger Straße muss sich zugunsten der schwächeren Verkehrsteilnehmer ändern. Von Zebrastreifen war die Reihe, auch Verkehrsinseln wurden als Alternative genannt.

Die Verkehrslage war nicht der einzige Grund, weshalb der Stadtteilbeirat noch keine endgültige Stellungnahme zur "Messe-Achse" abgeben wollte. Auch die ursprüngliche Idee eines geschlossenen Grünstreifens von der Innenstadt bis in den Norden geht nach Ansicht der Gartenstädter im aktuellen Entwurf verloren. Kurt Feldmann-Jäger hatte den Eindruck, dass "wir manchmal über den Tisch gezogen werden".

Diskutiert werden muss nach Ansicht des Beirates auch die Lage der künftigen Freifläche, die irgendwann den Jahrmarkt aufnehmen und damit den Jugendspielplatz ablösen könnte. Bislang hatten die Planer als Standort das Gelände südlich der Brücke ausgewählt. Dabei könnte dann auch der leerstehende Lokschuppen eine neue Verwendung finden. Doch auch eine Anlage nördlich der Brücke kann sich der Beirat vorstellen; in diesem Fall könnten die Holstenhallen für Sonderveranstaltungen auf die Fläche zugreifen.

Für die CDU erklärte Peter Scheiwe, dass man das Gespräch mit den Betroffenen suchen müsse: den Eisenbahnfreunden, den Schaustellern und auch den Kleingärtnern, die um ihre Parzellen fürchten. Doch das bleibt, wie Feldmann-Jäger betonte, dem künftigen Beirat vorbehalten. Denn nach der Kommunalwahl an diesem Sonntag werden auch sämtliche Stadtteilbeiräte neu aufgestellt.

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