Erlenhof in Aukrug : Rekordverdächtiger Basar

Elche aus der Näherei: Die Azubis Alexandra Sammler, Lea Schumann und Franziska Brust (von links) mit den Nackenrollen und Kantenhockern.
Elche aus der Näherei: Die Azubis Alexandra Sammler, Lea Schumann und Franziska Brust (von links) mit den Nackenrollen und Kantenhockern.

Schnitzkunst und Stoff-Elche ziehen mehr als 6000 Besucher an.

shz.de von
25. November 2018, 17:20 Uhr

Eulen aus Lärchenholz, Rentiere aus Tannenzweigen und Elche aus Stoffresten waren die tierischen Publikumslieblinge beim Basar auf dem Erlenhof. Die Rekordzahl von 60 Verkaufsständen sorgte für eine Riesenauswahl – und rekordverdächtig war auch der Besucheransturm: Mehr als 6000 Gäste strömten auf das Wohn- und Werkstättengelände des „Landesvereins für Innere Mission in Schleswig-Holstein“.

Das Näherei-Team des Erlenhofs präsentiert jedes Jahr ein besonderes Produkt, das es nur beim Basar gibt. Diesmal hatten sich Abteilungsleiterin Margarete Behling und ihre Mitstreiterinnen für Stoff-Elche entschieden, die es in zwei Varianten gab: als Nackenrolle mit Elchkopf und als „Kantenhocker“ mit Türstopper-Qualitäten.

Draußen vor der Näherei zeigte Kettensägen-Künstler Armin Lohmann, wie man einen Lärchenstamm in einen Uhu verwandelt. „Eulen und Adler gehen immer“, so der Luhnstedter. Seine Adler und Eulen seien ziemlich naturgetreu, als Künstler nehme er sich aber auch die Freiheit, „markante Merkmale besonders hervorzuheben“, erzählte Lohmann.

In der Gärtnerei-Abteilung gingen derweil grüne und geschmückte Adventskränze zuhauf über den Verkaufstresen. Als absoluter Verkaufshit erwiesen sich auch wieder die Rentier-„Rudis“ aus Tannenzweigen, die Petra Ramsauer aus Hanerau-Hademarschen an ihrem Verkaufsstand vor der Erlenhof-Maschinenhalle aufgestellt hatte. Nach der ersten Basarstunde war die ursprünglich 15-köpfige Rentierherde schon auf wenige Exemplare reduziert. Schräg gegenüber am Stand der „Lütten Schlachterie“ aus Hohenwestedt gab es Auerochsen in Filet-, Mettwurst-, Gulasch-, Rouladen- und Hamburger-Form und erstmals auch als „Saftschinken im Brötchen“. Daneben hatte der Verein für „Extensive Robustrinderhaltung im Naturpark Aukrug“ (ERNA), von dem die „Lütte Schlachterie“ ihr Heckrindfleisch bezieht, seinen Stand aufgebaut.

Besonders stolz war Werkstattleiter Carsten Delfs auf das vielfältige Angebot für Kinder. Die kleinen Besucher konnten unter anderem Ponyreiten, einer Märchenerzählerin lauschen oder Karussellfahren.

Den Besucheransturm am Sonnabend fand Einrichtungsleiter Volker Zimmermann „gigantisch“. Der Erlös des Basars soll für die Freizeit- und Urlaubsbetreuung der Menschen mit Behinderung verwendet werden.

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