Stadtentwicklung : Regionalplanung wird Frauensache

Gemeinsam für Neumünster: Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras und die Leiterin der Stadtplanung Ute Spieler (links) stellten gestern die beiden neuen Regionalmanagerinnen der Stadt, Verena Kurz (2.von links) und Ulrike Kütemeier vor.
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Gemeinsam für Neumünster: Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras und die Leiterin der Stadtplanung Ute Spieler (links) stellten gestern die beiden neuen Regionalmanagerinnen der Stadt, Verena Kurz (2.von links) und Ulrike Kütemeier vor.

Die beiden Diplom-Geografinnen Verena Kurz (32) und Ulrike Kütemeier (41) übernehmen das Regionalmanagement bei der Stadt.

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14. Januar 2015, 06:00 Uhr

Neumünster | Frauen an die Macht: Vera Kurz (32) und Ulrike Kütemeier (41) sollen Neumünsters Position als wettbewerbsfähiges Oberzentrum in der Region weiter festigen und ausbauen. Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras stellte die beiden Diplom-Geografinnen gestern als neue Regionalmanagerinnen der Stadt vor. Verena Kurz hatte ihren Dienst bei der Stadt mit Jahresbeginn aufgenommen, Ulrike Kütemeier ist seit Mitte November bei der Stadt.

Mit dem Start der beiden neuen Kräfte nehme das Regionalmanagement Neumünster endlich Fahrt auf, freute sich Tauras. Das von Bund und Land unterstützte und zunächst auf drei Jahre befristete Projekt soll Neumünster als Wirtschaftsstandort stärken und dabei gleichzeitig Neumünsters besondere Rolle als Scharnier zwischen der Metropolregion Hamburg im Süden und der Kiel-Region im Norden hervorheben.

Zur Erinnerung: Bei der Neuschneidung der Planungsräume durch das Land hatte die Landesregierung Neumünster im vergangenen Jahr erneut der „ungeliebten“ Region Kiel, Rendsburg-Eckernförde zugeordnet, obwohl sich die Stadt in den vergangenen Jahren mehr und mehr der Metropolregion Hamburg zugewandt hatte – und dem interkommunalen Verband inzwischen auch förmlich beigetreten war. Als Kompensation für seine Entscheidung hatte Ministerpräsident Torsten Albig der Stadt bei einem Arbeitsbesuch im vergangenen Sommer personelle Unterstützung bei der Besetzung des Regionalmanagements zugesagt (der Courier berichtete). Tatsächlich fördert das Land die Finanzierung der anderthalb Planstellen mit 70 Prozent. Die Stadt trägt einen Eigenanteil von 120  000 Euro in den nächsten drei Jahren. Ob das Projekt verlängert wird ist noch offen.

Vorrangige Aufgabe der beiden neueingestellten Kielerinnen wird es sein, die Interessen der Stadt in den Beratungsgremien der Metropolregion als auch der Kiel-Region zu vertreten – etwa bei der Planung neuer Gewerbeflächen oder überregional wirksamer Wirtschaftsinitiativen. Zugleich versteht sich die Stadt als Vermittler und Brücke zwischen den Regionalblöcken, die mögliche Synergieeffekte und Kooperationen ausloten sollte. So sei es etwa unverständlich, warum sowohl Schleswig-Holstein als auch Hamburg ähnlich angelegte Initiativen zur Fachkräfteanwerbung entwickeln statt zusammenzuarbeiten, nannte Tauras ein Beispiel.

Beide Geografinnen stammen aus Schleswig-Holstein und haben bereits Erfahrungen in der Regionalentwicklung: Verena Kurz arbeitete zwei Jahre lang in der Wirtschaftsförderung der Stadt Crailsheim in Baden-Württemberg. Ulrike Kütemeier managte unter anderem das Stadtmarketing in Bad Bramstedt und war zuletzt bei einem Touristikverband beschäftigt.

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