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Flugplatzfest : Reges Treiben auf der Flugzeug-Meile

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Das 13. Flugplatzfest lockte 20000 Menschen an den Baumschulweg.

shz.de von
erstellt am 12.Sep.2016 | 08:15 Uhr

Neumünster | Fernglas und Kamera zücken, Kopf in den Nacken und den Blick in den Himmel: Reger Flugverkehr herrschte auf dem 13. Flugplatzfest, das am Wochenende Menschenmassen an dem Baumschulweg lockte. In Stoßzeiten kündigte Moderator Lennart Hildebrandt im Minutentakt schicke Oldtimer-Flugzeuge, schnittige Maschinen, schnurrende Gyrocopter, vom Himmel fallende Fallschirmspringer oder die mit ihrem sonorem 1000-PS-Stern-Motor alles übertönende Antonov 2 an. Der größte Doppeldecker der Welt, gesteuert vom Piloten Johann Root, war einer der Hingucker auf dem Fest, das vom Flugsportclub Neumünster organisiert wurde. Etwa 20  000 Besucher kamen, um entlang der Flugzeug-Meile die vielen Flugapparate zu bestaunen.

Oder sie gingen mit dem einen oder anderen Gefährt in die Luft – so wie Nicole Piepgras (36) aus Mühbrook, die mit Pilot Jens Steine den ersten Tandem-Fallschirmsprung ihres Lebens machte. „Ich wollte das immer schon machen“, sagte sie nach der Landung. Auch wenn sie Höhenangst hat, kam sie lachend und juchzend herunter: „Ich kann das gar nicht beschreiben, es war so schön.“ Ebenfalls eine Premiere erlebte Peter Eggers (67) aus Gadeland. Er flog zum ersten Mal mit einem Gyrocopter, der in Fliegerkreisen „Motorrad der Lüfte“ genannt wird und in dem Pilot Henning Kado (59) vom Itzehoer Luftsportverein und sein Gast ohne Kabine durch die Luft kreisten. „Es war herrlich, es ist, als ob man wie ein Vogel fliegt“, sagte der Ruheständler. Begeistert stieg auch Christoph Cleemann (47) aus Hitzhusen aus der Antonov-2: „Mit so einem Oldtimer zu fliegen, ist etwas ganz Besonderes, man spürt die Elemente der Natur.“

Aber auch am Boden gab es viel zu entdecken. Ihre Flugkünste demonstrierten die Modellflieger so wie Theo Brust vom Modellsportclub Krogaspe. Der 57-Jährige ist von Beruf Hubschrauberpilot und steuerte einen Bell-230-Modellhubschrauber. „Der wiegt 9,2 Kilogramm, der Rotordurchmesser beträgt 1,82 Meter“, erklärte er. Mit einem Schmuckstück flog Dr. Klaus Mika (76) heran: Der grün-weiße Ultraleicht-Nachbau der Bücker 131 A ist dem Original („Grünherz“) nachempfunden, das einst zum Jagdgeschwader 54 gehörte, seinen Erstflug 1934 absolvierte.

Auch die jüngsten Besucher konnten sich als Piloten fühlen: Im Cockpit der Katana DV 20 nahmen Max Altmann (6) und Max Androwiak (3) Platz. Stefan Ohms vom FSCN erklärte das vereinseigene Schulflugzeug und die Ausbildung zum Piloten. „Max ist ganz überwältigt, er hat 1000 Fragen und interessiert sich für alles, was fährt und fliegt“, sagten Gabriele und Hans Androwiak aus Wittorf lachend mit Blick auf ihren Enkel Max. Hans Androwiak lobt: „Auf dem Fest wird viel geboten, es passiert immer was und es ist gut organisiert.“

Ein positives Fazit zog Lennart Hildebrandt (22), der Nachfolger von Dr. Gerwin Dienger: „Das Wetter hat super mitgespielt, es gab hochkarätige Fly-In-Gäste, alles wunderbar.“

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