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Holsteinischer Courier

24. Oktober 2017 | 00:54 Uhr

Gadeland : Reformationsnacht mit Kürbissen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Gadelander Erlöserkirche wagte den Brückenschlag zu Halloween

shz.de von
erstellt am 02.Nov.2015 | 06:30 Uhr

Neumünster | „Halloween ist sehr präsent in der Gesellschaft“, sagte Katharina Wittkugel-Firrincieli. In der Gadelander Erlösergemeinde wolle man sich dieser Entwicklung nicht verschließen. „Im Gegenteil: Wir wollen die positiven Elemente des von Irland in die USA eingewanderten Festes mit unserem Reformationsfest verbinden“, erläuterte die Diakonin.

Für sie und Pastor Ole Kosian bedeutet das vor allem, ein wichtiges Fest mit vielen Menschen gemeinsam zu feiern. Am Sonnabendabend hatten Pastor und Diakonin deshalb zur sogenannten „Churchnight“ in die Erlöserkirche geladen. 60 Leute, vor allem Kinder und Jugendlichen, waren der Einladung zur „Kirchennacht“ gefolgt. „Die Churchnight ist keine Idee von uns“, sagte Ole Kosian. Die Ursprünge finde man in der hessischen Jugendbewegung, so der Pastor.

Das Konzept, die Feste zu verbinden, hat die Gadelander schon länger überzeugt, und darum feierte man die Churchnight bereits zum sechsten Mal. „Aber in diesem Jahr haben wir uns erstmals ein großes Programm überlegt“, erzählte Kosian. Und das startete um 19 Uhr mit einem Kürbisschnitzwettbewerb. Gefragt war der Kürbis mit dem frommsten Gesicht. Aus dem Fruchtfleisch wurde gemeinsam Suppe, Brot und Marmelade zubereitet. Eine Kunstaktion mit Acrylfarben thematisierte die Reformation. Ein Fotowettbewerb zum Luther-Zitat „Hier stehe ich, ich kann nicht anders, Gott helfe mir“ komplettierte das Angebot.

Um 22 Uhr gingen die Gäste zur Andacht in die Kirche, danach standen Spaß und Spiele auf dem Programm. Wer wollte, konnte sogar im Gemeindehaus übernachten. Mit einem gemeinsamen Frühstück und anschließendem Gottesdienst endete die Gadelander Churchnight.

„Nicht Gruseln, Schrecken und Kommerz – der Tag soll sich mit anderen Erlebnissen füllen. Wir wollen die Freude und das Licht feiern“, sagte Katharina Wittkugel-Firrincieli. Auch deshalb habe man viele Lichter an die Straße gestellt. „Als Kirche sind wir nicht da, um die Arme vor der Brust zu verschränken und uns gesellschaftlichen Veränderungen zu verweigern“, sagte die Diakonin. „Reformation bedeutet auch: mit alten Traditionen brechen“, ergänzte Kosian. „Ganz im Sinne Luthers, dem Volk aufs Maul schauen“.

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