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Boostedt : Reformationskonzert mit großer Musik zum Mitsingen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Kirchenchöre Boostedt und Brokstedt luden ein / 70 Besucher waren dabei

Boostedt | „Luther singt!“, hieß es am Sonnabendabend in der Boostedter Kirche. Zum festlichen Reformationskonzert anlässlich 500 Jahre Reformation luden der Kirchenchor Boostedt unter der Leitung der Kantorin Rhea Böhme und der Kirchenchor Brokstedt unter der Leitung von Kantor Matthias Gerhold zu einem großen Konzert ein.

Etwa 70 Besucher kamen in die Kirche der evangelischen Bartholomäusgemeinde und genossen ein Konzert mit starken Stimmen, bei dem viele Lieder gesungen wurden, die aus der Feder des großen Reformators Martin Luther (1483-1546) stammen.

„Zu Luthers Zeiten hat die Gemeinde gar nicht gesungen, sie durfte hin und wieder mal ein ‚Amen‘ zur lateinische Predigt beisteuern“, erklärte Rhea Böhme. So sei es Luthers Verdienst, dass in seinen Liedern der Glaube auf verständliche Weise unters Volk gebracht wurde. „Man kann durch seine Lieder ohne Predigt das Evangelium verstehen“, betonte die Kantorin. Die gut 40 Chorsänger sangen zusammen mit den Besuchern den Luther-Hit „Ein feste Burg ist unser Gott“ oder „Jesus Christus, unser Heiland, der von uns den Gotteszorn wandt“. Obwohl der Sommer voll in Gange ist, ließen sich die Besucher nicht davon abschrecken, gemeinsam das Weihnachtslied „Vom Himmel hoch“ zu schmettern, das auch von Martin Luther stammt. Großartige Musik gab es von den Streichern und Bläsern des Winterbeker Kammerorchesters.

Das besondere an dem Gesangsprojekt war neben der Kooperation der beiden Kirchenchöre, dass auch Chorfremde mitmachen konnten. „Zehn Gastsänger haben sich für das Projekt gefunden“, sagte Rhea Böhme. Beim Lied „Preise, Jerusalem, den Herrn“ von Gottfried August Homilius (1714-1785) standen beide Chöre gemeinsam vor dem Altar und sowohl Sopranisten als auch der Tenor sangen wunderschöne Soli.

Insgesamt hatten bei diesem Mitsing-Projekt im Vergleich zu vergangenen Aufführungen die Solisten mehr Spielraum. Für einen besonderen Hingucker sorgte Michael Bruhn, der eine Laute spielte; ein Instrument, das auch Martin Luther beherrschte.

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