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Jahresbilanz : Recyclinghof wird immer beliebter

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Kunden können im Wertstoffzentrum jetzt Gartenbauprodukte wie Humus, Kies und Hackschnitzel kaufen. Ein Gartenflohmarkt findet am Sonnabend statt.

shz.de von
erstellt am 26.Mär.2015 | 17:00 Uhr

Neumünster | Die Zusammenarbeit der Stadtwerke mit dem Wege-Zweckverband Segeberg (WZV) trägt erste Früchte. Knapp 40   000 Kunden lieferten 2014, im ersten Jahr der Kooperation, rund 10   000 Tonnen Abfall beim Interkommunalen Recyclinghof im Wertstoffzentrum Wittorferfeld am Padenstedter Weg ab. Die Umsätze stiegen um 7 Prozent. Dennoch äußerte Geschäftsführer Dr. Norbert Bruhn-Lobin gestern Kritik an der Stadt und dem Wege-Zweckverband: „Mit mehr Werbung auf beiden Seiten könnten wir die Zahlen weiter steigern. Schließlich ist gewünscht, dass wir irgendwann ohne Zuschuss auskommen.“ Derzeit übernimmt die Stadt zwei Drittel und der WZV ein Drittel der Betriebskosten.

Mit einem größeren Angebot an Gartenbauprodukten wollen die Stadtwerke ihren Beitrag zu einem zusätzlichen Kundenstrom leisten. Wer Abfall in den Recyclinghof bringt, kann nun nicht nur Kompost, sondern viele weitere vor Ort hergestellte Gartenbauprodukte gleich wieder mit nach Hause nehmen. Darunter sind zum Beispiel Humus, Mulchmaterial oder auch Hackschnitzel. Bis zu 100 Liter grober Kompost ist für private Abnehmer kostenlos. Größere Mengen oder andere Produkte kosten hingegen Geld. „Wir sind da nicht billiger oder teurer als der Marktdurchschnitt. Die Idee dahinter ist einfach, dass Leute, die mit ihrem vollen Kofferraum oder Hänger kommen, nicht leer wieder nach Hause fahren müssen“, erklärt Bruhn-Lobin das Konzept.

Ohnehin nahmen Gartenabfälle mit knapp 4000 Tonnen im vergangenen Jahr den größten Anteil bei den Anlieferungen ein. Danach folgte Bauschutt mit 1900 Tonnen. 15 Prozent umfassten kostenlosen Abfall wie Pappe und Papier, Metalle, Elektro- und Elektronikschrott. Die Restabfallmenge hat sich in den vergangenen Jahren immer weiter reduziert, weil immer besser getrennt wird. Waren es vor fünf Jahren noch knapp 3000 Tonnen, so landeten im letzten Jahr nur noch 1400 Tonnen in den Containern. Die bessere Trennung wird vor allem beim Renovierungsmüll deutlich. So verbuchte der Recyclinghof einen Anstieg an Dämmmaterialien und asbesthaltigen Stoffen.

Am Sonnabend lädt das Wertstoffzentrum zum ersten Gartenflohmarkt ein. Verkauft werden zwischen 10 und 15 Uhr unter anderem Pflanzen und Gartenzubehör. Es gibt auch ein Rahmenprogramm. Ab 4. April bis 9. Mai ist der Recyclinghof sonnabends eine Stunde länger, bis 13 Uhr, geöffnet.

 

 

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