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Rechnungsprüfer sollen Kostensteigerung bei Kita-Anbauten unter die Lupe nehmen

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Zähneknir- schend billigte die Ratsversammlung nicht geplante Mehrausgaben für den Anbau von Mitarbeiter-Sozialräumen in zwei Kindertagesstätten.

In der Kita Haartallee muss die Stadt 112  500 Euro extra ausgeben – unter anderem, weil zusätzlich ein barrierefreies WC eingebaut werden muss. Der ursprünglich vom Architekten berechnete Ansatz verdoppelte sich dadurch nahezu auf jetzt 231  000 Euro.

Auch in der Kita Schubertstraße wurden die Kosten deutlich zu niedrig im Haushalt angesetzt. Statt 154  000 Euro werden es wohl fast 250  000 Euro werden. Das hat die Zentrale Gebäudewirtschaft auf der Basis der Leistungsverzeichnisse für die Anbauten berechnet. Zur Schubertstraße etwa heißt es, dass der für die Schätzung angesetzte „Kostenansatz für einen kleinteiligen Anbau im Bestand bei weitem nicht ausreicht“.

Nicht nur Gerd Kühl (CDU) zeigte sich verärgert. Er fordert von der Verwaltung eine Auflistung und Erklärung, warum diese Kosten auf die Stadt zukommen. Auch Peter Cleve vom Bündnis für Bürger schloss sich dieser Kritik an.

Noch schwereres Geschütz fuhr SPD-Fraktionschef Uwe Döring auf. Es könne nicht sein, „dass wir auf diese Weise bei den Haushaltsberatungen hinter die Fichte geführt werden“, schimpfte er. „Für diese Summen bauen sich manche ein Einfamilienhaus“, so Döring. Und dass eine Behinderten-Toilette nicht mit eingeplant werde, gehe gar nicht. „Wo leben wir denn?“, so Döring. Er will, dass sich das Rechnungsprüfungsamt der Stadt mit dem Vorgang befasst.

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erstellt am 19.Nov.2015 | 00:32 Uhr

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