Ratsversammlung sagt Ja zum Willkommenszentrum

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20. März 2016, 11:40 Uhr

Die Ratsversammlung hat gestern mit 38 Ja-Stimmen gegen eine NPD-Stimme der Einrichtung eines sogenannten Willkommenszentums auf dem Gelände der ehemaligen Hindenburg-Kaserne zugestimmt. Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras nannte die geplante kommunale Erstaufnahme ein „Kompetenzzentrum für Flüchtlinge und Migration“. Sie sollten hier für einige Wochen ein Dach über dem Kopf finden, bis ihnen Wohnraum in der Stadt zugewiesen werden könne. Und das möglichst im gesamten Stadtgebiet. Tauras: „Wir wollen keine Ballungen.“

In der Einrichtung sollen auch Dienstund Verwaltungsleistungen rund um Flüchtlingsthemen angesiedelt werden, etwa auch erste Sprachkurse stattfinden. Es sei eine humanitäre Aufgabe, Menschen, die vor Krieg und Gewalt geflohen seien, Zuflucht und weitgehende Integration zu gewähren, so Tauras. Das dürfe aber keine dauerhafte Aufgabe sein, und auch nicht in unbegrenzter Zahl in Neumünster.

Die Stadt hatte verschiedene Orte für das Zentrum geprüft. Am Ende blieben nur Gebäude in der ehemaligen Kaserne. Sie seien relativ schnell herzurichten, und der Bund überlässt sie kostenlos. Die Nachbarn will die Stadt so gut wie möglich informieren. Billigung fand ein CDU-Antrag, der wegen des Zeitdrucks die Verwaltung ermächtigt, aktiv zu werden, ohne die eigentlich zuständigen Ausschüsse zu beteiligen. Die SPD lobte das Handlungskonzept. Die Kaserne sei besser geeignet als die Dithmarscher Straße, so Uwe Döring.

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