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Ratsversammlung : Ratsversammlung: CDU will den Durchbruch am Bahnhof

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

CDU will die Fahrradstellplätze verlagern und einen zweiten Bahnhofvorplatz vorschlagen

Über einen Mangel an Baustellen dürfte sich Neumünster in den kommenden Monaten kaum beschweren können – die CDU hat noch eine weitere Idee: Sie schlägt vor, den privaten An- und Abreiseverkehr am Bahnhof komplett auf die Nordseite zu verlegen. Dazu soll im Bahnhof der Gang mit den Aufgängen zu den Gleisen am Ende durchbrochen und ein zweiter Bahnhofsvorplatz auf dem früheren Postgelände an der Friedrichstraße geschaffen werden. Diesen Vorschlag will die baupolitische Sprecherin der Fraktion, Helga Bühse, heute Nachmittag in der Ratsversammlung vorstellen.

Nach CDU-Lesart sollten dann auch die Fahrradstellplätze auf die Nordseite verlegt und gegebenenfalls zu einer modernen Fahrradstation ausgebaut werden. Denkbar wäre etwa eine Ergänzung um eine Fahrradwerkstatt oder in Absprache mit den Stadtwerken eine Mietstation für Elektro-Räder und -Autos, schwebt Bühse vor. Die CDU erhofft sich ökologische Effekte, vor allem aber eine deutliche Entlastung des chronisch überlasteten Konrad-Adenauer-Platzes.

Auch die anderen Fraktionen haben eigene Anträge für die Ratsversammlung angekündigt: Die SPD pocht auf den Erhalt des Weihnachtsmarktes auf dem Großflecken, um den Handel in der Innenstadt gegenüber der Holsten-Galerie zu stärken und schlägt unter anderem einen jährlichen „Willkommenstag“ vor, der die Integration ausländischer Bürger erleichtern soll. Bündnis für Bürger/ Piraten verlangen eine Überprüfung sämtlicher Ampelkreuzungen mit dem Ziel, möglichst viele Ampeln durch Kreisverkehre oder andere Lösungen zu ersetzen.

Mit Spannung dürften Befürworter und Gegner der Großfleckensperrung die Debatte zum geplanten Bürgerentscheid mit der Europawahl am 25. Mai verfolgen. Will der Rat den Zeitplan für die Volksbefragung nicht gefährden, muss sich die Ratsversammlung heute auf eine Frageformulierung einigen. Die Verwaltung will drei Alternativen vorlegen: Eine Variante, die (bei Zustimmmung ) die Sperrung rund um die Uhr an sieben Tagen bedeuten würde, eine Variante, die die Durchfahrt (wie im Verkehrsversuch) von montags bis sonnabends 9 bis 18 Uhr verbietet, und eine Variante, die grundsätzlich die Durchfahrt verbieten würde, der Stadt bei der Ausgestaltung des Verbots aber weitgehend freie Hand lassen würde.

Kaum eine Wahl hat die Stadt bei der anstehenden Entscheidung, für das Museum Tuch + Technik rund 130 000 Euro Grundsteuer nachzuzahlen. Würde die Stadt die Zahlung nicht übernehmen, stünde das Museum nach einem verlorenen Rechtsstreit gegen die Steuerbehörden vor dem Ruin.

Die Ratssitzung im Neuen Rathaus beginnt um 17.30 Uhr.

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erstellt am 18.Feb.2014 | 10:30 Uhr

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