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Rats-Sondersitzung zum Personalbedarf in den Kitas

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der politische Streit um zusätzliches Personal in den städtischen Kindertagesstätten beschert der Ratsversammlung am Mittwoch, 22. April, um 17 Uhr eine außerplanmäßige Sondersitzung. Beantragt haben sie die Ratsmitglieder von SPD, Bündnis für Bürger/Piraten und der Linken.

Schon im Jugendhilfe- und Finanzausschuss und dann in der Ratsversammlung am 31. März war die Personalausstattung in den Kitas sehr kontrovers diskutiert worden. Der Jugendhilfeausschuss hatte mehrheitlich für die Einstellung von 23 zusätzlichen Kräften votiert, um die gestiegenen Anforderungen bei der Betreuung der Kita-Kinder zu erfüllen. Das Personal in den Kitas sei massiv überlastet.

Konkret geht es um die Betreuung zu Randzeiten frühmorgens und am späten Nachmittag, aber auch während des Mittagessens und zu den Ruhezeiten der Kinder. Diese „große Lösung“ würde etwa 915  000 Euro pro Jahr extra kosten. Im Finanz- und Wirtschaftsförderungsausschuss hatte eine Mehrheit gegen die Aufstockung gestimmt. Er will in einem ersten Schritt zunächst nur den Personalmehrbedarf in den Randzeiten abdecken.

In der Ratsversammlung hatten SPD wie CDU kritisiert, dass die Frage des zusätzlichen Kita-Personals nicht schon in den Haushaltsgesprächen erörtert wurde. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Uwe Döring hatte klar gemacht, notfalls das städtische Defizit erhöhen zu wollen. Auch für die Grünen zielt der SPD-Vorstoß in die richtige Richtung. Sie monierten jedoch den fehlenden Vorschlag zur finanziellen Deckung und stimmten deshalb mit der CDU und der FDP für eine Vertagung. SPD-Fraktionschef Döring hatte daraufhin die jetzt anberaumte Sondersitzung angekündigt.

Zweites Thema in der öffentlichen Sitzung am 22. April soll die Fortschreibung des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts sein. 

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erstellt am 11.Apr.2015 | 11:41 Uhr

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