zur Navigation springen

Grossenaspe : Rasante Rennen auf dem Pferderücken

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Mehr als 220 Reiter starteten am Wochenende in Großenaspe bei den 19. Mounted-Games. Mehrere hundert Zuschauer verfolgten das Spektakel.

Großenaspe | Geballte Pony-Power gab es am Wochenende in Großenaspe bei den 19. Mounted-Games-Pairs: Mehr als 220 Reiter und ihre Ponys wetteiferten in 19 verschiedenen Spielen mit Schnelligkeit und Geschick. Zum Auftaktturnier der Saison kamen die Pferdefreunde zwischen 6 und 40 Jahren nicht nur aus Norddeutschland, sondern auch aus Dänemark und Bayern auf die riesige Wiese hinter der Westpreußenstraße nach Freiweide.

Bei fantastischem Wetter traten die Sportler in Zweierteams gegeneinander an und boten den mehreren hundert Zuschauern rasante Rennen. Auf einer etwa 50 Meter langen Strecke galt es, möglichst schnell eine Aufgabe fehlerfrei zu erledigen. Zum Beispiel mussten die Reiter bei dem Spiel „Laufen und Reiten“ eine Slalomstrecke zu Fuß mit ihrem Pony am Zügel rennen und in Windeseile aufspringen, um zur Startlinie zurückzupreschen.

Beim Ringestechen war trotz des Tempos eine ruhige Hand gefragt, denn die Reiter versuchten, auf dem Pferderücken mit einem Degen Ringe zu sammeln, die auf Slalomstangen aufgesteckt waren. „Es macht irre viel Spaß! Wir mögen nicht den schwarz-weißen Reitsport, das ist viel zu langweilig“, meinten Lena Engelke (14) und Anna-Lena Liebenau (15). Die beiden waren mit ihren Eltern aus Walsrode in Niedersachsen angereist. Lena erklärte auch, was Pferd und Reiter mitbringen müssen, um bei den Spielen zu punkten: „Neben Geschicklichkeit braucht man auch Konzentration und eine Menge Ausdauer. Außerdem dürfen sich die Ponys nicht von dem vielen Trubel ablenken lassen.“ Ihre beiden Tiere Lulu und Madonna sind Welsh-Ponys und wie die Mounted Games britischer Herkunft.

„Der Sport boomt seit 1990 auch in Deutschland“, weiß Karl-Heinz-Hufnagel, der die beliebte Veranstaltung mit seiner Frau Rosemarie seit 1997 zunächst in Hartenholm und seit 2002 in Großenaspe organisiert. „Wir sind früher mit unseren Kindern 14 000 Kilometer im Jahr zu Mounted-Games-Turnieren gefahren“, erzählte er. In Großenaspe geht es allerdings nicht um Ranglistenpunkte: „Bei uns steht der Spaß im Vordergrund. Daher ändern wir die offiziellen Regeln auch teilweise ab.“ Das kam offenbar gut an, denn die Atmosphäre auf dem Platz war entspannt. Viele Gäste campierten in Wohnwagen mit den Ponys in abgezäunten Bereichen vor der Tür.

zur Startseite

von
erstellt am 11.Apr.2016 | 07:30 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen