zur Navigation springen

Boostedt : Rantzau-Campus: Die Planer machen Druck

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Jetzt muss die Gemeinde ihre Hausaufgaben machen. Neumünster hat den Plänen mündlich zugestimmt.

Boostedt | Der Weg zur Umnutzung der ehemaligen Rantzau-Kaserne ist noch weit. Doch das Mammutprojekt mit dem Namen Rantzau-Campus nimmt jetzt Fahrt auf. Vorgestern Abend beschloss der Boostedter Konversionsausschuss, den Rahmenplan der Gesellschaft für Konversion und Umwelt (GKU) weiterzuverfolgen.

Der Plan wurde während der Sitzung vorgestellt. In seiner ersten Phase, die für den Zeitraum von 2017 bis 2019 vorgesehen ist, soll sich auf einer Teilfläche an der Panzerstraße ein Logistikunternehmen ansiedeln. Dazu kommen ein Gewerbepark für Umweltunternehmen, auf dessen Gelände auch die örtliche Feuerwehr ihren neuen Standort erhalten soll sowie eine Wohnbaufläche an der Von-dem-Borne-Straße. Als Investor tritt die Tietje-Gruppe (Itzehoe) gemeinsam mit weiteren Investoren aus China auf (der Courier berichtete).

Der weitere Ausbau, unter anderem mit einem deutsch-chinesischen Campus, könnte dann bis 2023 in drei weiteren Abschnitten erfolgen (der Courier berichtete). Dafür hat die Landesplanung allerdings bisher keine Freigabe erteilt. Und auch zu den jetzt freigegeben Flächen habe es im Vorfeld intensive Gespräche auf Landesebene gegeben. Insbesondere habe jedoch die Stadt Neumünster als vetoberechtigtes Oberzentrum davon überzeugt werden müssen, dass das Boostedter Konzept den Plänen der Stadt nicht entgegenwirke, sondern einen Gewinn für die gesamte Region darstelle. „Oberbürgermeister Olaf Tauras hat das zunächst sehr kritisch beurteilt. Doch mittlerweile liegt uns die mündliche Zustimmung zu einer stufenweisen Entwicklung vor“, berichtete Bürgermeister Hartmut König (CDU).

Zur Marktfähigkeit erklärten die GKU-Regionalentwickler Dirk Röder und Sören Klüder , dass es mit zurzeit zehn Investoren eine starke Nachfrage in den Bereichen Wohnen und Gewerbe gebe. „Daraus könnten bis zu 350 Arbeitsplätze entstehen“, hieß es. Doch für die Realisierung müsse die Gemeinde jetzt zügig ihre Hausaufgaben in Sachen Bauleitplanung machen. „Denn der Investor braucht in wenigen Wochen eine Entscheidung, sonst geht er an einen anderen Standort“, teilte Röder mit.

Als Nächstes wird sich deshalb nun der Bauausschuss, der am Montag tagt, mit den anstehenden Aufgaben gründlich auseinandersetzen. Außerdem soll mit einer schriftlichen Vereinbarung die Zusage der Stadt Neumünster bestätigt werden. Ebenso soll die Bima (Bundesanstalt für Immobilienaufgaben) mit einem Vertrag zur Mitfinanzierung der Planungsmaßnahmen ins Boot geholt werden.  



zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen