Neumünster : Räuber und Buntstifte im Container

Familienzentrums-Leiterin Sabine Beckmann-Gibbisch (von links), Bianca Beischl, Gruppenleiterin der Feuerbälle und die pädagogische Fachkraft Karin Vollmann legten gestern eine Sonderschicht ein, damit die Container heute bezugsfertig sind.  Fotos: lipovsek
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Familienzentrums-Leiterin Sabine Beckmann-Gibbisch (von links), Bianca Beischl, Gruppenleiterin der Feuerbälle und die pädagogische Fachkraft Karin Vollmann legten gestern eine Sonderschicht ein, damit die Container heute bezugsfertig sind. Fotos: lipovsek

Für rund zwei Millionen Euro erhält das Familienzentrum Einfeld einen Neubau. Heute beginnt der Gruppen-Betrieb im Provisorium.

shz.de von
03. September 2018, 18:30 Uhr

Neumünster | Das wird Dienstag aufregend für die „Feuerbälle“: Statt in ihrem alten Gruppenraum werden die kleinen Mädchen und Jungs bereits den Morgenkreis im Container auf dem Einfelder Marktplatz machen. Am Mittwoch folgen dann die „Buntstifte“ und die „Räuberbande“. Für alle drei Gruppen der Einfelder Kita sind die eingezäunten Behelfsbauten für voraussichtlich 14 Monate das neue Übergangsquartier. So lange dauert der geplante Abriss eines Großteils des Familienzentrums am Bollbrück und der anschließend ab Oktober vorgesehene Neubau einer modernen und auch deutlich größeren Einrichtung.

Rund zwei Millionen Euro investiert die Stadt für etwa 600 Quadratmeter Platz. „Es entstehen drei Gruppenräume, eine moderne Küche, ein Raum für Haustechnik sowie Büros und Besprechungszimmer“, erklärt Berthold Heitker, Arbeitsgruppenleiter Hochbau im Fachdienst Gebäudewirtschaft. Kernstück wird die Kinder-Mensa, in der die Kleinen künftig gemeinsam das frisch zubereitete Essen verspeisen können. Besonderer optischer Höhepunkt soll eine verglaste Fassade werden, die den Übergang vom Innenspielplatz in den Innenhof transparenter macht und die künftige „Erschließungszone“ aufwertet. Für den Innenhof selbst plant Familienzentrum-Chefin Sabine Beckmann-Gibbisch eine Neugestaltung, wenn der Neubau steht. „Dabei können die Kinder und Angestellten mitbestimmen, wie sie sich das vorstellen“, sagt sie.

Doch bevor das soweit ist, rollen nun erstmal die Abbruch-Bagger an. Bis Ende September soll das aus den 60er-Jahren stammende Gebäudeteil am Bollbrück bis zum Bewegungsraum verschwunden und das Baufeld plan sein. „Anfang Oktober wollen wir dann mit dem Neubau beginnen“, sagt Berthold Heitker. Sabine Beckmann-Gibbisch ist glücklich, dass das Technische Betriebszentrum auf dem Behelfsgelände des Einfelder Marktplatzes als Ersatz einen kleinen Spielplatz angelegt hat. „Sogar mit Rutsche, das ist wirklich klasse“, sagt sie.

Der Marktplatz ist bis voraussichtlich Dezember 2019 deshalb gesperrt. Der Herbst- und der Frühjahrs-Jahrmarkt finden daher nicht statt.

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