Gadeland : Radwege: Bürgerwünsche sind gefragt

Diverse Verbesserungsvorschläge für Radwege in Gadeland nahm Stadtplaner Michael Köwer auf der Beiratssitzung entgegen – unter anderem von Alexandra Mallon, die einen Fahrrad-Schutzstreifen für die Kampstraße vorschlug.
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Diverse Verbesserungsvorschläge für Radwege in Gadeland nahm Stadtplaner Michael Köwer auf der Beiratssitzung entgegen – unter anderem von Alexandra Mallon, die einen Fahrrad-Schutzstreifen für die Kampstraße vorschlug.

Erstmals wurde das Verkehrskonzept der Stadt auf einer Stadtteilbeiratssitzung vorgestellt / Mängel sind dokumentiert

shz.de von
18. Juli 2015, 13:00 Uhr

Neumünster | Premiere auf der Sitzung des Stadtteilbeirats Gadeland: Zum ersten Mal stellte Stadtplaner Michael Köwer das Radverkehrskonzept der Stadt vor – mit einer Bestandsaufnahme und einer Mängel-Dokumentation. „Das ist der erste Schritt, und bereits in dieser frühen Phase sollen die Bürger Gelegenheit bekommen, aus ihrer Sicht Ideen und Vorschläge einzubringen“, betonte Köwer. Das fand am Donnerstagabend in der Schulaula regen Anklang.

Das langfristige Ziel des Konzepts ist, dass mehr Bürger ihre Wege mit dem Rad erledigen. „Wir wollen das Radfahren attraktiver und sicherer machen“, so Köwer. Laut einer Mobilitätsbefragung von 2013 fahren Bürger nur 16 Prozent aller Wege mit dem Rad. „Bei Wegen bis zu drei Kilometern fahren 53 Prozent mit dem Auto und 23 Prozent mit dem Rad. Da ist Potenzial zum Wechseln“, so Köwer.

Der Stadtplaner hatte zwei Übersichtskarten mitgebracht, auf denen vorhandene Wege und Mängel eingezeichnet waren. Oberflächenschäden gibt es zum Beispiel auf Teilen der Segeberger Straße und der Kampstraße. Zu schmal sind Radwege an der Kummerfelder Straße und an der Boostedter Straße. Die Beiratsmitglieder und Gäste hatten gleich mehrere Vorschläge, beispielsweise einen Rad-Schutzstreifen an der Kampstraße – wie an der Lindenstraße in Wittorf – oder sicherere Radwege an der Hartwigswalder Straße.

Köwer notierte alle Ideen und Anmerkungen. „Bis Ende des Jahres sollen alle Stadtteile ihre Konzepte erfahren. Danach werden Maßnahmenvorschläge erarbeitet und wieder in die Stadtteile gegeben“, erläuterte der Stadtplaner das weitere Vorgehen.

Jetzt haben die Bürger das Wort und können sich bis zum 11. September bei der Stadt mit Wünschen und Vorschlägen melden – per Post (Stadt Neumünster, Fachdienst Stadtplanung und Stadtenwicklung, Abteilung Verkehrsplanung, Brachenfelder Straße 1-3) oder per E-Mail (radverkehr@neumuenster.de, Betreff: Gadeland).

Voran geht es jetzt auch bei den Querungshilfen auf der Segeberger Straße. Nach Selbstversuchen des Stadtteilbeirats und Beratungen durch Stadt, Polizei & Co. werden jetzt zwei mobile Querungshilfen aufgestellt, so Köwer. Eine soll es in Höhe der Heinz-Köster-Straße geben, und zwar mit einer Insel, die auf den mittigen Spuren steht, so dass der Verkehr rechts vorbeifährt. Eine zweite „Verschwenkungsinsel“ kommt in Höhe Getränke Hoffmann, bei der der Verkehr durch die zwei mittleren Spuren fließt. „Das ist vorläufig, die Inseln können versetzt werden, wenn sich Probleme ergeben. Die Polizei wird das beobachten“, so Köwer.

Unmut äußerte ein Gadelander über die Beteiligung an der Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Lampen mit bis zu 1500 Euro – obwohl die Stadt dadurch Stromkosten spare. Der Beiratsvorsitzende Dr. Volker Matthée versprach, bei der Stadt nachzuhaken. Das neue Licht wurde einhellig als „hässlich“ bezeichnet.

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