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Faldera : Radweg Ehndorfer Straße: Entscheidung fällt im Bauausschuss

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Große Fraktionen wollen Wunsch von Falderaner Eltern ernsthaft prüfen lassen

von
erstellt am 07.Apr.2016 | 07:15 Uhr

Neumünster | Die Chancen für einen neuen Radweg an der Ehndorfer Straße sind weiter gestiegen. Sowohl SPD als auch CDU kündigten gestern Zustimmung für den Vorschlag der Stadt an, die Planungen für den Neubau weiter voranzutreiben. Die Stadt kalkuliert mit 30  000 Euro Planungskosten, will sich im Bauausschuss aber zunächst grünes Licht von der Selbstverwaltung holen, bevor sie das Projekt weiter verfolgt.

Die Fahrrad- und Schulwegsituation an der Ehndorfer Straße sei in der Tat „unglücklich“, die Politik tue gut daran, zumindest „ehrlich zu prüfen, wie wir die Situation verbessern können“, sagte gestern etwa Franka Dannheiser, baupolitische Sprecherin der SPD. Ihre CDU-Kollegin Helga Bühse äußerte sich ähnlich, wenn auch vorsichtiger: „Wir möchten an der Ehndorfer Straße eine Situation, in der sich jeder Verkehrsteilnehmer wiederfindet“, sagte Bühse. Die Stadt sollte aber zunächst intern nach Lösungen suchen, bevor sie externe Planer beauftragt.

Zur Erinnerung: An der Ehndorfer Straße war im vergangenen Jahr ein heftiger Streit um die Radwegführung entbrannt, nachdem die Stadt den Zwei-Richtungs-Verkehr auf dem Radweg vor dem Schulzentrum in Faldera auf Empfehlung der Polizei aufgehoben hatte. Stadteinwärts müssen Radler seither entweder auf dem gegenüberliegenden Bürgersteig oder auf der Straße fahren. Vor allem viele Eltern halten das für gefährlich und fordern die Rücknahme der Anordnung oder einen gesonderten Radweg für ihre Kinder. Um der Forderung Nachdruck zu verleihen, übergaben sie Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras im Herbst über 700 Unterschriften (der Courier berichtete). Der OB versprach, entsprechende Planungen der Politik vorzulegen, am 21. April werden sie nun im Ausschuss vorgestellt.

Das Problem: Der bestehende Gehweg auf der südlichen Straßenseite ist zu schmal, um dort getrennte Rad- und Gehwege darzustellen, die den geltenden Richtlinien entsprechen. Die sehen für den Radweg ein Regelmaß von mindestens 2,50 Meter inklusive Sicherheitsabstand vor. Die Planer schlagen vor, den Bordstein um 60 Zentimeter in die Fahrbahn zu verschieben, können auf dem Gehweg aber auch dann nur einen Radweg von zwei Metern Breite anbieten. Der Kompromiss wird zwar vom Fahrradclub unterstützt, würde aber möglicherweise nicht gefördert: Die Stadt müsste die Kosten für den Radweg zwischen Ukerplatz und Falderastraße von rund 340 000 Euro gegebenenfalls allein tragen.

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