Firmenübernahme : Radiologie-Gruppe ist gerettet

Das Schild hinter dem Gebäude Rendsburger Straße 2-8 weist noch auf die Hanserad-Gruppe hin. Die ist allerdings an das Heidelberger Unternehmen  Curagita übergegangen.
Das Schild hinter dem Gebäude Rendsburger Straße 2-8 weist noch auf die Hanserad-Gruppe hin. Die ist allerdings an das Heidelberger Unternehmen Curagita übergegangen.

Radiologie-Zentrum geht nach Insolvenzverfahren an das Heidelberger Unternehmen Curagita

shz.de von
08. Februar 2014, 11:00 Uhr

Im Oktober 2011 wurde das Radiologie-Zentrum der Hanserad-Gruppe an der Rendsburger Straße 2-8 eingeweiht. Bereits ein gutes Jahr später musste der Hamburger Radiologie- und Diagnostikverbund, zu dem auch der Standort Neumünster gehörte, einen Insolvenzantrag stellen (der Courier berichtete). Jetzt ist das Insolvenzverfahren abgeschlossen. „Die Hanserad ist an das Heidelberger Radiologie-Management-Unternehmen Curagita übergegangen“, erklärte der Vorstand von Curagita in einer Pressemitteilung.

Im Mai 2013 hatte Curagita im Auftrag der größten deutschen Radiologengenossenschaft, der Deutsche Radiologienetz AG, ein Fortführungskonzept eingereicht, den Zuschlag von den Insolvenzverwaltern erhalten und die Geschäftsführung der Hanserad übernommen.

Nach der erfolgreichen Sanierung wird die Hanserad zum 1. April dieses Jahres mit der Bergedorfer Praxis Conradia fusionieren. Durch den Zusammenschluss entsteht die zweitgrößte Radiologie Hamburgs mit 16 Kassenarztsitzen. Hinzu kommen die Standorte in Neumünster, Geesthacht (Kreises Herzogtum Lauenburg) und Dannenberg (Niedersachsen), so die Curagita.

In Neumünster arbeiten zurzeit laut Oliver Nord, Pressesprecher von Curagita, drei Ärzte, drei medizinisch-technische Radiologie-Assistentinnen und drei Arzthelferinnen. Auch nach dem Insolvenzantrag vor einem guten Jahr ging die medizinische Versorgung in der Praxis in Neumünster nahtlos weiter.

Die Gründe für die einstige finanzielle Misere der Hanserad-Gruppe lagen nach Auskunft des Hamburger Anwalts und für den hiesigen Standort zuständigen Insolvenzverwalters Heiko Fialski einst nicht in Neumünster. „Es war das Gesamtkonstrukt“, so der Anwalt. Investitionen in Diagnostikkliniken in München und Hamburg hatten demnach in den Jahren zuvor einfach „sehr viel Geld verschlungen“.

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