Jugendverkehrsschule : Radfahren ist kein Kinderspiel

Für 2000 Euro haben (von rechts) Heike Dörner und Dr. Jasper Lehmann von der Kreisverkehrswacht neue Fahrrad-Parcours-Elemente gekauft. Stadtrat Günter Humpe-Wasmuth und Polizist Marco Rose freuen sich über das Geschenk.
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Für 2000 Euro haben (von rechts) Heike Dörner und Dr. Jasper Lehmann von der Kreisverkehrswacht neue Fahrrad-Parcours-Elemente gekauft. Stadtrat Günter Humpe-Wasmuth und Polizist Marco Rose freuen sich über das Geschenk.

Die Kreisverkehrswacht investiert 2000 Euro in einen Fahrradparcours. Denn das Leistungsniveau von jungen Radfahrern klafft auseinander.

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06. Juni 2014, 12:00 Uhr

Neumünster | Kinder sind die schwächsten Teilnehmer im Straßenverkehr. Wie man sich beim Fahrradfahren gegenüber anderen verhält, lernen Schüler auf dem Gelände der Jugendverkehrsschule – seit Kurzem mit neuem Equipment. Die Kreisverkehrswacht kaufte für 2000 Euro einen Fahrradparcours und schenkte ihn dem Träger der Jugendverkehrsschule, der Stadt.

„Nummer Sieben, bitte langsamer fahren!“ „Nummer 24, du musst am Stop-Schild anhalten und absteigen. Nochmal!“ Polizist Marco Rose steht auf dem Gelände der Jugendverkehrsschule an der Färberstraße und sieht jeden Fehler der Viertklässler von der Hans-Böckler-Schule. Die Schüler üben für ihre Fahrradprüfung. Den Theorieteil haben bereits alle bestanden und für die Praxisprüfung ist Lehrerin Marianne Vierus auch zuversichtlich.

Allerdings hat Polizist Rose beobachtet, dass das Leistungsniveau der Schüler auseinander klafft. „Gleichgewichtsempfinden und die Bewegungsfähigkeit nehmen immer weiter ab“, weiß auch Dr. Jasper Lehmann, Vorsitzender bei der Kreisverkehrswacht. „Deshalb ist es uns besonders wichtig, den Kindern eine Vielfalt an Übungsmöglichkeiten zu bieten.“

Die haben sie jetzt: Ein Slalomparcours kann aus Holzklötzen aufgebaut werden, und auf dem Schrägbrett sollen die Kinder geradeaus fahren, ohne zur Seite abzurutschen. Am schwierigsten entpuppte sich eine am Pfahl angebrachte Kette. Die Kinder sollen sie im Fahren greifen und einhändig eine Kreisbahn fahren. „Dabei das Gleichgewicht zu halten, ist Grundvoraussetzung, um Handzeichen beim Abbiegen geben zu können“, erklärt Rose. Der Parcours kann auch von anderen Institutionen ausgeliehen werden. Stadtrat Günter Humpe-Waßmuth freute sich über das Geschenk: „Das ist eine sehr wichtige Investition in die Sicherheit.“

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