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Quintessenz: Gut, witzig, charmant und vielseitig

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Das neuformierte Vokal-Ensemle der Musikschule überzeugt mit viel Esprit und guter Laune

Eine sehr gelungene Premiere feierte am Sonntag das neue Vokal-Quintett „Quintessenz“ der Musikschule im Caspar-von-Saldern-Haus. Rund 90 Gäste waren total begeistert von der Qualität des Gesangs, von der Breite des Repertoires, von der Natürlichkeit der Bühnenpräsenz sowie ihrem insgesamt witzig-charmanten Auftritt.

In nur eineinhalb Jahren formte Musikschuldozentin Tatjana Großkopf diese Gesangsgruppe aus ehemaligen Mitgliedern des Haart-Chores. Jenny Peters, Dani Sieck-Mitzloff (beide Lehrerinnen), Matthias Broy (Banker), Martin Fuhrmann (Medienbranche) und Benno Rübsamen (Agraringenieur) merkte man an, dass sie Spaß an ihrem Auftritt hatten und als Laiensänger über ausgezeichnete Stimmlagen verfügen.

Tatjana Großkopf, die am Klavier und an der keltischen Harfe das Quintett begleitete, forderte ihre Sänger energisch. Als Gast war Thies Tode an den Percussions dabei. Für flotte Regie-Ideen sorgte Stephanie Peters. In einem ersten Teil wandte sich das Ensemble der Klassik zu, begann aber mit einem politischen Statement: „Shalom“, der hebräischen Bitte um Frieden.

Mehrstimmig überzeugend geboten wurde ein frühbarockes „Aure volanti“ von Francesca Caccini. Dani Sieck-Mitzloff und Benno Rübsamen tauchten als Nero und Poppea mit „Pur ti miro“ in die Monteverdi-Oper ein und erhielten stürmischen Applaus.

Benno Rübsamen, der, wie er sagte, schon in vielen Ländern Kühe gerufen hat, heizte mit seinem tschechischen Kuhruf „Je helo“ die Stimmung noch einmal richtig an.

Nach der Pause war Rock und Pop angesagt, aber ganz dezent. Mit „Mummers Dance“ gelang der Gruppe ein heidnisches Zwischenspiel, als Jenny Peters als Fruchtbarkeitsgöttin sang und agierte.

Die Tenöre Benno Rübsamen und Matthias Broy glänzten mit dem Klassiker „Sound of silence“ von Simon and Garfunkel. Beifallsrufe und überbordender Beifall belohnte sie. Genau so stimmlich gekonnt kam Paul McCartneys „Mull of Kintyre“ rüber. – Alles in allem eine überzeugende Premiere, die weitere Auftritte verlangt.



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erstellt am 06.Jun.2016 | 12:32 Uhr

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