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Holsteinischer Courier

20. August 2017 | 08:17 Uhr

Quartier für Familien am Mitteljörn

vom

Wobau würde der Gagfah das Areal in Tungendorf abkaufen / Machbarkeitsstudie und B-Planentwurf heute im Stadtteilbeirat

Neumünster | Noch ist es nur eine Machbarkeitsstudie, doch der Grundstein für ein neues Familienquartier in Tungendorf könnte schon heute im Stadtteilbeirat gelegt werden: Thema um 19 Uhr im Volkshaus ist auch eine Bürgeranhörung zum neuen Bebauungsplan 47 "Hürsland/Mitteljörn".

Auf den zurzeit brach liegenden Gärten am alten Mitteljörn könnten links und rechts der bestehenden Wohnblocks insgesamt 64 neue Wohneinheiten vornehmlich für Familien mit Kindern entstehen. Eigentümer des Areals ist die Gagfah, die jedoch Bereitschaft zeigt, den Grund an die städtische Wobau zu verkaufen. "Wir sind von der Stadt gebeten worden, uns Überlegungen für eine Bebauung zu machen", sagte Wobau-Chef Uwe Honsberg.

Die Leitidee dabei: "Tungendorf benötigt Familien mit Kindern und den entsprechenden Wohnraum mit Garten - als Miet- und als Verkaufsobjekt", sagte Honsberg. Die Studie für die neuen Reihenhäuser lehnt sich an die sogenannten Stapelhäuser in der Böcklersiedlung an. Gedacht ist an vier dreigeschossige Blocks mit jeweils zehn Wohneinheiten für Familien mit bis zu sechs Bewohnern. Eine zweite Baureihe mit vier kleineren Einheiten zu je sechs Wohnungen ist eineinhalb Geschosse hoch und damit niedriger als die bestehende Bebauung am Hürsland und am neuen Mitteljörn. Erschlossen werden soll das Quartier durch einen Straßenring. Dieser würde auch den Eigentümern der Wohnungen am alten Mitteljörn einen besseren Zugang zu ihren Carports ermöglichen.

Kostenschätzungen für das Projekt gibt es noch nicht. Honsberg könnte sich vorstellen, das Vorhaben zeitgleich mit dem in Tungendorf-Dorf, wo die Wobau Seniorenwohnungen plant, zu verwirklichen. "Aber das ist abhängig vom neuen B-Plan", sagte Honsberg.

Bei Stadtteilvorsteher Henning Möbius stoßen die Ideen von Stadtplanung und städtischer Wohnungsbaugesellschaft auf ein positives Echo. "Eine Auffrischung durch Wohnraum für Familien kann Tungendorf nur gut tun", sagte er. Die früheren Mietergärten sind wild gefallen, Lauben wurden aufgebrochen. Überall liegt Müll herum, der weitere wilde Müllablagerungen anzieht. "Das ist dem Stadtteilbeirat und der Stadt schon lange ein Dorn im Auge", sagte Möbius. Er findet es gut, dass das Thema jetzt angepackt wird. "Wichtig ist, dass das einvernehmlich mit den dort schon wohnenden Menschen passiert", sagte Möbius.

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erstellt am 07.Aug.2013 | 03:59 Uhr

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