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PSV versagt in Gadeland vom Elfmeterpunkt - Olympia bezwingt Einfeld

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Fußball-Kreispokal: Titelverteidiger Polizei-SV Union scheitert in einem packenden Halbfinale an den "Kleeblättern" / Torwart Dennis Holstein avanciert zum Matchwinner / Finale am 3. Oktober

Neumünster | MTSV Olympia gegen TSV Gadeland: So lautet die Finalpaarung im Fußball-Kreispokal, die am 3. Oktober um 15 Uhr ausgetragen wird. Die beiden Verbandsligisten qualifizierten sich am Dienstagabend für das Endspiel. Olympia siegte beim Ligakonkurrenten TS Einfeld mit 2:0, der TSV Gadeland warf völlig überraschend den favorisierten SH-Ligisten Polizei-SV Union per Elfmeterschießen raus.

TSV Gadeland -

PSV 6:5 n. E. (3:3, 2:2, 2:0)Es war schon ein wenig dunkel über der Dannenkoppel, als seine Mitspieler Gadelands Torwart Dennis Holstein unter sich begruben. Kurz zuvor hatte der den Elfmeter von Burhan Gülbay pariert und sein Team damit ins Finale gehievt. Zuvor hatte die Partie gegen den PSV all das geboten, was sich viele Fußballfans in der Schwalestadt am Sonntag von der DFB-Pokal-Show des VfR Neumünster gegen Hertha BSC erhoffen: eine Pokalschlacht mit einem Husarenstreich des Underdogs im Elfmeterschießen.

Die Gastgeber erwischten den besseren Start, hatten wenig Mühe mit lethargisch vorgetragenen PSV-Angriffen und zunächst auch die besseren Chancen. Nachdem Idris Alioua noch über das Tor geschossen (31.) und Arnold Rychlowski freistehend verstolpert hatte (35.), war es Blerim Bara, der eine Alioua-Flanke mit dem Kopf zum 1:0 verwertete (36.). In der 44. Minute ließ Alioua abermals sein technisches Können aufblitzen, vernaschte Bastian Hasler und schoss zum verdienten 2:0 ein. PSV-Trainer Patrick Nöhren fand in der Kabine augenscheinlich die richtigen Worte, denn seine Elf kam bärenstark zurück und erdrückte den TSV rund 20 Minuten lang. Christoph Pfützenreuters Anschlusstor per Freistoß (50.) folgte prompt der Ausgleich durch Christian Scheinpflug (56.). Und selbst eine Ampelkarte gegen André Bock schien den PSV nicht zu stoppen. Die Chance zur erstmaligen Führung vergab aber Marinko Ruzic, der mit einem von Yannik Hamann an Patrick Fürst verursachten Foulelfmeter nur die Latte traf (65.). Der nächste Aufreger folgte in der 83. Minute, als der erst drei Minuten zuvor eingewechselte Hasan Mercan mit Gelb-Rot vom Feld musste. Bravourös stemmten sich die dezimierten Gäste bis zum Schlusspfiff und auch in der Verlängerung gegen das drohende Aus. Daran änderte auch die erneute Gadelander Führung nichts. Vielmehr war das Tor von Christoph Mali szewski (98.) das Signal für die Schlussoffensive der neun wackeren "Polizisten". Fürst (99., 103.) verpasste noch den Ausgleich, für den dann aber Hasler sorgte (104.). Folglich musste die "Lotterie" vom Elfmeterpunkt die Entscheidung bringen. Da Hasler und Gülbay an Holstein scheiterten und Nicola Soranno über das Tor schoss, reichten den Gastgebern drei Treffer durch Mali szewski, Alioua und Rychlows ki zum Sieg. "Mit unserer Darbietung in der zweiten Halbzeit und in der Verlängerung kann ich leben. Mit den ersten 45 Minuten gehe ich noch schwanger. Gratulation an den TSV Gadeland", betonte Nöhren. Der siegreiche Trainer Marco Frauenstein zeigte sich natürlich glücklich und zufrieden: "Über die gesamte Distanz betrachtet, haben wir sicher nicht unverdient gewonnen."

TSV Gadeland: Holstein - Tomaschewski, Hamann, Tambalque, Christophersen - Rychlowski, Grümmer, Dzierzawa (63. Siegfried), Maliszews ki, I. Alioua - Bara.

Polizei-SV Union: Spantig - Gülbay, Pinkert (80. Mercan), Hasler, Bannow (56. Soranno) - Bock, Pfützenreuter, Schulz, Ruzic, Scheinpflug (80. Siedschlag) - Fürst.

SR: Haake (Krogaspe). - Zuschauer: 200. - Tore: 1:0 Bara (36.), 2:0 I. Alioua (44.), 2:1 Pfützenreuter (50.), 2:2 Scheinpflug (56.), 3:2 Maliszewski (98.), 3:3 Hasler (104.); Elfmeterschießen: 3:4 Ruzic, 4:4 Maliszewski, Hasler scheitert an Holstein, 5:4 I. Alioua, 5:5 Schulz, 6:5 Rychlowski, Soranno schießt über das Tor, Siegfried schießt an die Latte, Gülbay scheitert an Holstein.- Gelb-Rote Karten: Bock (60., Unsportlichkeit), Mercan (beide PSV/83., Unsportlichkeit). - Bes. Vork.: Ruzic (PSV) schießt Foulelfmeter an die Latte (65.).

TS Einfeld -

MTSV Olympia 0:2 (0:0)Die Gäste kamen gut in die Partie, ließen aber hochkarätige Chancen liegen. Tarik Alioua (32./38.) und Marc Barck (40.) tauchten allein vor Einfelds Torwart René Wilhelmsen auf, verzogen aber jeweils knapp. Weiterer Wermutstropfen für Olympia: Alioua musste kurz vor der Pause mit Verdacht auf Bänderriss ausgewechselt werden und droht vorerst auszufallen. Für den TSE schien das Spiel indes erst ab Minute 46 zu beginnen. Besser geordnet, kamen nun auch die Gastgeber zu Möglichkeiten. Die größte Chance ließ Björn Hoeck ungenutzt, der einen Abpraller am leeren Tor vorbeiköpfte. Und so jubelten am Ende doch die zu diesem Zeitpunkt nachlassenden Gäste. Philip Weidemann stand nach Flanke von Steven Granzow am langen Pfosten goldrichtig und traf zum 0:1 (73.). Einfeld mobilisierte da raufhin zwar alle Kräfte, doch Valdrin Idrizi setzte per Kontertor den Schlusspunkt (90./+2). "Wir sind dennoch auf einem guten Weg und können in der Liga überraschen", war TSE-Trainer Frank Willers keinesfalls unzufrieden, während Olympia-Coach Holger Mischke von einem "alles in allem verdienten Sieg" seiner Elf sprach.

TS Einfeld: Wilhelmsen - Reinecke (78. Tomaschewski), Yildirim, K. Tegge, Robold - Hnida (75. Mömmert), Hinz, Jörs, Peters, M. Milbradt - Hoeck.

MTSV Olympia: Rasch - Weidemann, Jablonski, Granzow, Reichow, Mergel (82. Idrizi), Jace, Mester, Muhs (46. Kost), T. Alioua (42. Ocak), Barck.

SR: G. Kessler (Husberg). - Zuschauer: 120. - Tore: 0:1 Weidemann (73.), 0:2 Idrizi (90.+2). - Gelb-Rote Karte: K. Tegge (89., wdh. Foulspiel).

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erstellt am 01.Aug.2013 | 04:59 Uhr

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