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19. Oktober 2017 | 12:05 Uhr

Derby : PSV nach der Pause in Meisterform

vom

Titelträger der Fußball-Verbandsliga Süd-West trifft beim 7:1 über den TSV Wankendorf nach dem Seitenwechsel sechs Mal.

shz.de von
erstellt am 21.Mai.2013 | 06:39 Uhr

Neumünster | Mit einem Kantersieg sorgte Fußball-Verbandsligist Polizei-SV Union in Eigenregie für den passenden Rahmen seiner Meisterehrung, die nach Spielende von Staffelleiter Gerd Freisler vorgenommen wurde. Dabei wurde der TSV Wankendorf im Derby vor nur 101 zahlenden Zuschauern mit 7:1 (1:1) vom Platz gefegt.

Dass es am Ende so klar werden würde, war zunächst ganz und gar nicht zu erahnen. Die "Ordnungshüter" gingen gegen die stark ersatzgeschwächten Gäste zwar durch André Eggers in Führung (14.), ansonsten lief es allerdings keineswegs rund. Gegen die gut sortierten Wankendorfer fehlte es den Grün-Weißen über weite Strecken an Bewegung und Ideen, um in einen richtigen Spielfluss zu gelangen. Zu allem Überfluss traf PSV-Verteidiger Dennis Ra stetter - wie schon im Hinspiel - ins eigene Tor, als er per Hinterkopf einen Freistoß von Gästeakteur Olaf Weick am machtlosen Schlussmann Thorsten Schütt vorbei abfälschte (30.). Zwei Mal Eggers (jeweils 40.), gegen den Wankendorfs Innenverteidiger Timo Bob zien einmal auf der Linie klärte, und Daniel Witt (42.) verpassten anschließend knapp die erneute Führung. "Wir haben in der ersten Halbzeit nicht die richtige Einstellung zum Spiel gehabt. Die Laufbereitschaft war nicht da. In der Halbzeit haben wir dann noch mal deutliche Worte gefunden", erklärte PSV-Trainer Patrick Nöhren, der mit seiner Kabinenansprache und der Einwechslung von Marco Möller für Daniel Witt offenbar alles richtig machte. Denn der "Joker" entfachte gleich Druck auf die anstoßenden Gelb-Blauen, eroberte den Ball und setzte Eggers in Szene. Dessen Passversuch in die Strafraummitte wiederum wurde von Christoph Hübner ins eigene Netz befördert - 2:1. Dies war ein Gegentor, das bei Gästetrainer Henning Theen jede Menge Unmut hervorrief: "Ich habe meiner Mannschaft in der Pause gesagt, dass wir die ersten zehn Minuten nach der Halbzeit überstehen müssen. Vielleicht hat sie stattdessen zehn Sekunden verstanden. Ich habe mich noch nie so dermaßen über einen Gegentreffer geärgert." Dieses Tor wirkte bei seinem Team "wie ein Genickbruch" (O-Ton) und bei den Hausherren als befreiendes Element. Denn die Einheimischen zeigten fortan tolle Kombinationen und erspielten sich zahlreiche Gelegenheiten. Wurden die ersten noch vergeben, so zeigten Hasan Mercan (59./76./79.) und Eggers (69./73.) anschließend wenig Gnade gegenüber den nun völlig ausgepumpten Wankendorfern, die den Meister in einer netten Geste vor Spielbeginn mit einem Karton Korn beschenkt hatten, und schraubten das Ergebnis auf 7:1 in die Höhe.

Die zweiten 45 Minuten stimmten dann auch PSV-Coach Nöhren vollends zufrieden: "In der zweiten Halbzeit haben wir so gut Fußball gespielt, wie in der Hinrunde. Wir waren nicht zufrieden nach dem 3:1 und hatten eigentlich im Drei-Minuten-Takt eine gefährliche Aktion. Da stimmte die Balance."

Polizei-SV Union NMS -

TSV Wankendorf 7:1 (1:1)Polizei-SV Union: Schütt - Siedschlag, Hasler, Rastetter, Herre - Khemiri, Tinney (62. Soranno) - Witt (46. Möller), Mercan, Scheinpflug (84. Eggers) - Eggers (74. Kalina).

TSV Wankendorf: Schnoor (20. Ebsen) - Willhöft, Bobzien, Hübner, Weick - Balzer - Heinrich, Sari, G. Usbek, Rompca - Plambeck.

Schiedsrichter: Heyn (Rotenhof). - Zuschauer: 101 zahlende. - Tore: 1:0 Eggers (14.), 1:1 Rastetter (30., Eigentor), 2:1 Hübner (46., Eigentor), 3:1 Mercan (59.), 4:1 Eggers (69.), 5:1 Eggers (73.), 6:1 Mercan (76.), 7:1 Mercan (79.). - Nächster PSV-Gegner: TSV Gadeland (A/Mittwoch, 19 Uhr). - Nächster Wankendorf-Gegner: VfR Horst (A/Sonnabend, 16 Uhr).

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