Aus dem Gericht : Prozess gegen Labrador-Züchter

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Ab kommenden Dienstag muss sich ein Ehepaar wegen einer Straftat nach dem Tierschutzgesetz vor dem Schöffengericht in Neumünster verantworten.

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04. Februar 2016, 12:00 Uhr

Neumünster | Der Fall schlug vor mehr als einem Jahr besonders bei Hundebesitzern hohe Wellen: Im November 2014 berichtete der Courier über ein Züchterehepaar (44 und 60) aus Padenstedt (Kreis Rendsburg-Eckernförde), das im Verdacht steht, unheilbar kranke Hunden gezüchtet und verkauft zu haben. Mehrere Tiere, die aus der besagten Labradorzucht stammten, mussten während der Ermittlungen eine Speichelprobe abgeben. Ab kommenden Dienstag muss sich das Ehepaar wegen einer Straftat nach dem Tierschutzgesetz vor dem Schöffengericht in Neumünster verantworten. Es sind zehn Verhandlungstage angesetzt.

Laut Staatsanwaltschaft sollen die Züchter „von 2011 bis 2014 mit zwei an Hüft- und Ellenbogendysplasie erkrankten Elterntieren gezüchtet haben, obwohl ihnen die Erkrankung bekannt gewesen sein soll. Im Ermittlungsverfahren wurden bei zahlreichen Welpen, die teilweise für dreistellige Eurobeträge verkauft worden sein sollen, Erkrankungen dieser Art festgestellt“, hieß es von Seiten der Anklage.

Die Untersuchungen waren einst ins Rollen gekommen, nachdem mehrere Hundebesitzer das Leiden ihrer Tiere entdeckt hatten. Das Züchterpaar hatte die Vorwürfe schon während des Ermittlungsverfahrens weit von sich gewiesen.

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