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Sozialverband : Provokante Aufkleber sollen Verständnis wecken

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Sozialverband kündigte beim Sommerfest eine Aktion gegen Fremdparker auf Behindertenstellplätzen an.

Neumünster | 461 Mitglieder des Ortsvereins Neumünster des Sozialverbandes Deutschland (SOVD) feierten am Sonnabend ihr Sommerfest im Tierpark. „Anders als andere Vereine können wir uns nicht beklagen, was den Mitgliederzuwachs angeht“, sagte die Ortsvereinsvorsitzende Astrid Abandowitz.

Seit dem letzten Sommerfest vor zwei Jahren hat der Ortsverein 1146 Mitglieder dazugewonnen. „Damals hatten wir 2266 Mitglieder. Jetzt sind es 3412. Wir sind der zweitgrößte SOVD-Ortsverein Deutschlands“, sagte Astrid Abandowitz zu den Zahlen. Die Rentengesetzgebung, Probleme mit den Krankenkassen, Hartz IV oder die Grundsicherung im Alter sind nur einige Themen, mit denen sie sich Tag für Tag auseinandersetzt. „2012 haben wir 49 Prozent aller Prozesse gewonnen. Oder anders gesagt: Es hat gezeigt, dass 49 Prozent aller Bescheide falsch sind“, betonte sie. Deshalb sei ihr das Sommerfest, das alle zwei Jahre stattfindet, nicht nur als gesellige Veranstaltung wichtig. „Wir wollen damit auch auf uns aufmerksam machen und deutlich machen, wofür wir einstehen“, sagte sie weiter.

Im Rahmen des Sommerfestes wies sie auf eine Aktion hin, die am kommenden Freitag, 29. August, in Neumünster stattfinden wird. „Wir werden die Behindertenparkplätze im Auge behalten und schauen, ob dort abgestellte Fahrzeuge auch eine entsprechende Berechtigung haben“, sagte sie. Andernfalls bekommen diese Fahrzeuge einen Aufkleber auf die Windschutzscheibe geklebt, auf dem steht: „Sie haben meinen Parkplatz, wollen Sie auch meine Behinderung?“ Mit dieser Aktion will der SOVD-Ortsverein mehr Verständnis füreinander erzielen.

Das Sommerfest wurde umrahmt von Gesangseinlagen des vereinseigenen Singkreises und einer Tombola. Auch die Aktion „Stricken für die Pflege“ wurde wieder angeboten. Jeder Besucher konnte sich Wolle mit nach Hause nehmen. Daraus wird zum Beispiel ein Schal gestrickt, der dann gegen eine Spende erworben werden kann. „Der Erlös dieser Aktion kommt einer Einrichtung in Neumünster zugute“, kündigte Astrid Abandowitz an.


 

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erstellt am 25.Aug.2014 | 12:00 Uhr

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