Strassenstrich : Prostituierte aus der Plöner Straße sind jetzt im Kreis Segeberg

Im Sommer 2013 an der Plöner Straße:   Prostituierte warten  auf Kundschaft. Jetzt  sind die Frauen im Kreis Segeberg tätig. Dort  wünschen sich Anwohner auch einen Sperrbezirk nach Neumünsteraner  Vorbild.
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Im Sommer 2013 an der Plöner Straße: Prostituierte warten auf Kundschaft. Jetzt sind die Frauen im Kreis Segeberg tätig. Dort wünschen sich Anwohner auch einen Sperrbezirk nach Neumünsteraner Vorbild.

Die Prostituierten, die einst an der Plöner Straße für Aufregung sorgten, verunsichern jetzt Anwohner in Bark (Kreis Segeberg). Die Betroffenen wünschen sich einen Sperrbezirk.

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08. August 2014, 05:00 Uhr

Neumünster | Die Prostituierten, die vor einem Jahr an der Plöner Straße für Aufregung sorgten, verunsichern jetzt offenbar Anwohner im Kreis Segeberg. Und die hoffen jetzt auf einen Sperrbezirk nach Neumünsteraner Vorbild.

Seit einiger Zeit bieten an der Bundesstraße 206 im Ortsteil Bockhorn in der Gemeinde Bark zwischen Bad Bramstedt und Bad Segeberg mehrere Prostituierte ihre Dienste an. Laut einem Bericht des Hamburger Abendblatts sollen das die Frauen sein, die im Sommer vergangenen Jahres an der Plöner Straße standen – erst am Friedhof, dann an der Gemeinschaftsschule.

Die Anwohner in Bockhorn beschweren sich über Müll, über Freier, die mit ihren Autos durch den Wald rasen und über eindeutige Beobachtungen bei Spaziergängen durch die Natur. Sie hoffen jetzt, dass in ihrer Gemeinde eine ähnliche Lösung wie in Neumünster möglich ist. Hier hatte die Stadt 2013 die landesweit erste Sperrbezirksverordnung erlassen. Straßenprostitution ist in Neumünster seit Ende Oktober 2013 fast überall verboten.

Ob die Bockhorner diesem Beispiel folgen können, ist aber ungewiss: Der Kreis Segeberg bezweifelt, dass es rechtlich möglich ist, an der B 206 einen Sperrbezirk zu erlassen. Es fehle hier die Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung. Im Gegensatz zu Neumünster gibt es an der Bundesstraße keine Kindergärten oder Schulen.

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