Dr. Philipp Murmann : Prominenter Pate für die THW-Minis

Philipp Murmann steckt den Kindern eine offizielle Nadel des THW an. Nun gehören sie richtig dazu.
Philipp Murmann steckt den Kindern eine offizielle Nadel des THW an. Nun gehören sie richtig dazu.

Dr. Philipp Murmann (CDU) lädt die Gruppe nach Berlin in den Bundestag ein.

shz.de von
21. Januar 2015, 07:00 Uhr

Neumünster | Prominenten Besuch hatten jetzt die THW-Minis an der Niebüller Straße: CDU-Bundestagsabgeordneter Dr. Philipp Murmann besuchte die Kinder und übernahm die Patenschaft der 2012 gegründeten Gruppe. Er ließ sich von den Minis zeigen, was sie in ihren wöchentlichen „Diensten“ lernen. „Großartig, wie Kinder hier mit viel Engagement spielerisch an die ehrenamtliche Arbeit des Technischen Hilfswerkes (THW) herangeführt werden und gleichzeitig auch noch viele praktische Dinge lernen“, lobte er.

Gegründet wurde die Gruppe von Angelika Voß; die aktuell 23 Kinder lernen bereits im Alter von sechs bis zehn Jahren so manche praktischen Handgriffe des Helfens – Erste Hilfe, Verkehrserziehung, Knotenkunde und den Umgang mit dem Werkstoff Holz. „Wir üben hier alles, was im THW im Rahmen der Ausbildung gelehrt wird, allerdings kindgerecht“, so Helge Schierhorn, Ortsbeauftragter des THW Neumünster. Der Spaß kommt auch nicht zu kurz: Besuche von Polizei und Feuerwehr, Schlittschuhlaufen und ein Ausflug in den Hansa-Park gehören dazu. 50 Prozent der Minis bleiben dem THW treu und gehen ab dem Alter von zehn Jahren in die Jugendgruppe. „Ich bleibe mit der Gruppe in Kontakt und lade sie ein, den Bundestag zu besuchen“, sagte Murmann, der die Nachwuchsarbeit unterstützen möchte und weitere Besuche plant.

Murmann nutzte die Gelegenheit, Bilanz über eine Jahr Große Koalition in Berlin zu ziehen und die Lage in Neumünster aus seiner Sicht zu beleuchten. Die Ansiedlung neuer Betriebe sei eine große Chance für die Stadt – auch wenn sie vorrangig Niedriglohn-Arbeitsplätze schaffen. Der Standort als Berufsschulzentrum müsse gestärkt werden; die Stadt müsse gerade für junge Menschen attraktiv bleiben. Denn vor allem der Anteil der unter 20-Jährigen sei um 17 Prozent zurückgegangen.

Zu den Erfolgen der Großen Koalition in Berlin zählt Murmann vor allem die Schaffung eines Banken-Rettungsfonds, bei dem kleinere Institute nur mit einem kleineren Pauschalbetrag einzahlen müssen, die Schwarze Null im Haushalt, die Fortsetzung der Förderung der Mehrgenerationenhäuser sowie den verbesserten Betreuungsschlüssel der Kitas. Kritisch sieht Murmann den Mindestlohn: „Die Bürokratie und die umfangreichen Aufzeichnungsverpflichtungen bremsen die Schaffung von Arbeitsplätzen aus.“

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