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Holsteinischer Courier

11. Dezember 2017 | 16:38 Uhr

Prognosen sichern Grundschulen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

von
erstellt am 01.Nov.2013 | 00:36 Uhr

Die Entwarnung kam bereits vor wenigen Tagen aus dem Rathaus: Sowohl die Rudolf-Tonner-Schule als auch die Pestalozzischule in Tungendorf sollen erhalten bleiben. Im Stadtteilbeirat Tungendorf schob die Schulverwaltung jetzt die Begründung nach.

Gabriele Bartelheimer und Mirko Nitschmann von der Stadtverwaltung erläuterten den rund 50 Besuchern im Volkshaus die Prognosezahlen für die Tungendorfer Schulentwicklung. Die wichtigste Botschaft: In den kommenden Jahren werden an beiden Schulen bis zu elf Schüler mehr eingeschult als erwartet. Dies sei unter anderem durch Zuzüge aus dem Vicelinviertel und einen Austausch unter den Zuständigkeitsbereichen der Schulen zu begründen, sagte Gabriele Bartelheimer.

„Solange die Zahlen stimmen, freue ich mich natürlich, wenn wir beide Standorte erhalten können“, erklärte sie. Fakt sei aber, dass die ganze Stadt einen Rückgang an Einschülern zu verzeichnen habe. Statt derzeit rund 680 neue Schüler pro Jahr sollen es den Prognosen zufolge zum Schuljahr 2019/2020 nur noch etwa 580 sein.

Auch Stadtteilvorsteher Henning Möbius sieht diese Problematik: „Auch wenn vorerst beide Standorte gesichert sind, müssen wir dranbleiben und überlegen, wie wir mit der Situation umgehen sollen“, erklärte er. Einen solchen Eklat wie in den letzten Monaten wolle er nach Möglichkeit allen Beteiligten ersparen. Damit sprach er die Streitereien an, die entstanden waren, als lange Zeit nicht klar war, ob, und welche der beiden Schulen man schließen müsse, bevor von der Stadtverwaltung Entwarnung gegeben wurde (der Courier berichtete). „Die Prognosen, die zu dieser Diskussion führten, entsprachen nicht der Realität. Deshalb sollte man mit solchen Ankündigungen in Zukunft vielleicht gelassener umgehen“, riet Ratsherr Ralf Ketelhut (Grüne).

Doch nach wie vor seien die Prognosen die einzigen Anhaltspunkte, um die Entwicklung der Grundschulen zu beurteilen. Es könne keine Lösung sein, sich auf nicht belegbare Trends zu berufen, erwiderte Gabriele Bartelheimer. Das einzige was man tun könne, sei, die Entwicklung möglichst eng zu begleiten und flexibel auf Änderungen zu reagieren.

In der Sitzung wurde außerdem die Gestaltung des Volkstrauertages besprochen. Der Feiertag habe für junge Menschen offenbar kaum noch Bedeutung, bedauerte der Beirat.

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