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Katzenausstellung : Profil, Pfoten, Fell: Alles soll perfekt sein

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

430 Samtpfoten waren in den Hostenhallen zu sehen.

Neumünster | Die Vielfalt und Schönheit von Rassekatzen begutachteten am Sonnabend und Sonntag rund 2000 Besucher bei der Rassekatzenausstellung in der Holstenhallen 2. „Im Grunde ist es ein Schönheitswettbewerb“, sagte Uwe Mehler, der als erster Vorsitzender des Vereins für Edel-und Liebhaberkatzen Delicat aus Buxtehude die Ausstellung organisiert hat. Etwa 430 Tiere aus etwa 15 verschiedenen Rassen haben die Züchter und Liebhaber den fachmännischen Augen der sieben internationalen Richter vorgeführt, um Auszeichnungen zu bekommen und zu sehen, wo sie noch nachbessern können.

„Die Qualität der Tiere ist wirklich sehr hoch, ich habe sehr schöne und gepflegte Tiere gesehen, die ihre Rasse ganz toll vertreten“, meinte die Richterin Anika Susann May-Leske. „Damit die Katzen einen guten Eindruck machen, sind sie meistens mit einem geruchsfreien Shampoo gewaschen. Es gibt sogar spezielle Föns zum Trockenfönen, die besonders geräuscharm sind“, erklärte die Richterin weiter, die selbst Britisch-Kurzhaar-Katzen züchtet. Auf einem Tisch setzten die Züchter ihre Schützlinge ab, damit die Richterin den Knochenbau, Muskeltonus und das Fell befühlen konnte. „Außerdem achte ich darauf, ob der Standard eingehalten wird. Das heißt, ich schaue mir unter anderem die Kopfform an, achte auf die Augenfarbe, das Profil und die Pfotenform“, erklärte sie weiter.

Eins der vielen edlen Tiere, die eine exzellente Beurteilung bekamen, war der sieben Monate alte Bengal-Kater namens Las Vegas. Das Tier mit der auffallenden Leopardenfell-Musterung gehört der Züchterin Roza Pinto (29) aus Stade. „Wir züchten mit Herzblut, weil wir die Tiere lieben. Der Charakter ist einzigartig,   sie bleiben bis ins hohe Alter verspielt“, sagte die junge Frau. Sie lebt zusammen mit ihrem Mann Sven Degenhard, ihren vier Kindern, einer Deutschen Dogge und aktuell zehn Stubentigern. Für Roza Pintos Lieblingsrasse trifft das Vorurteil der wasserscheuen Einzelgänger zumindest nicht zu: „Sie werden magisch von Wasser angezogen. Wenn eine mal nicht mit unter die Dusche darf, maunzt sie solange, bis ich die Kabinentür öffne, damit sie das Wasser wenigstens sehen kann.“

Um den Erhalt einer seltenen Rasse kümmert sich die Neumünsteranerin Barbara Willrodt. Sie züchtet Abessinier. „Das ist eine der ältesten Zuchtrassen. Sie sind unheimlich schlau und sensibel“, schwärmte sie. Ihr Messenachbar war Jörg Schneeberger, dessen Herz für die Somali-Katzen schlägt: „Es sind Familienmitglieder, und die Tiere sind sehr gelehrig.“ Ein wahrer Prachtbursche eroberte am Sonnabend das Herz der Richterin Anika Susann May-Leske: „Der weiße Britisch Kurzhaar ist heute mein Richterliebling. Er erfüllt den Standard in jeder Hinsicht und hat fantastische orangene Augen.“ 

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