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Einfeld : Professor-Graf-Straße: Anlieger sprechen von Aprilscherz

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Im Stadtteilbeirat sorgten die Bau-Themen für Zündstoff.

von
erstellt am 14.Jan.2016 | 08:00 Uhr

Neumünster | Aufregung bei den Bau-Themen am Dienstagabend im Stadtteilbeirat Einfeld: Stadtteilvorsteher Sven Radestock zeigte sich irritiert, im Courier zu lesen, dass die Stadt an Stubbenkammer und Kreuzkamp 40 Wohneinheiten plant.

Der Stadtteilbeirat hatte im vergangenen Jahr gegen die Pläne votiert. Der Beirat sei nicht gegen eine Hinterlandbebauung, sondern habe soziale Härten gegen die Planung ins Feld geführt, so Radestock. Er wolle noch keinen Alarm machen, sei aber gespannt, ob der Stadtteilbeirat beachtet werde. Mit Fachdienstleiterin Ute Spieler von der Stadtplanung sei verabredet, dass man weiter im Gespräch bleiben wolle.

Bewegung gibt es auch in Sachen Professor-Graf-Straße. Es gibt hier zu wenig Parkplätze für die Anlieger, die ihre Fahrzeuge gerne auf ihrem Grundstück abstellen würden. Dazu ist die Stadt nun auch bereit. „Wenn sich alle Anwohner eines Wohnblockzuges einig sind, kann der Parkplatz kommen“, schilderte Radestock die von der Stadt angebotene Lösung.

Der Pferdefuß sind die Kosten. Der Kantstein muss abgesenkt, einige Bäume müssen umgesetzt werden. „Die Stadt will die Regie behalten, die Kosten müssen die Anlieger zahlen“, berichtete Radestock. Pro Reihenhauszug sei von 20  000 bis 50  000 Euro die Rede. Die Reaktion war Gelächter. „Das ist doch ein Aprilscherz“, ereiferte sich nicht nur Anlieger Dieter Kolthoff. Selbst CDU-Ratsfrau Helga Bühse konnte sich nicht vorstellen, „dass das so viel kosten soll.“

Auch für den barrierefreien Ausbau der drei Toilettenhäuschen am Einfelder See hat die Stadt inzwischen die Kosten ermittelt – und damit den Stadtteilbeirat auf die Palme gebracht. 210  000 Euro soll das kosten. „Ich bin da sehr ärgerlich. Das liest sich so, als hätte jemand kein Interesse, dass da etwas passiert“, sagte Sven Radestock.

Keine Kosten kommen auf die Stadt zu, wenn die alten verschlissenen Buswartehäuschen durch neue ersetzt werden. Die Stadt hat hier einen Vertrag mit einer Städtewerbefirma, wechselt aber den Anbieter, erläuterte Detlev Schulz von der Stadtverwaltung. Die Firma bezahlt die Häuschen als Gegenleistung für die Werbeflächen.

Eigentlich war Schulz gekommen, um die Fortschreibung des Regionalen Nahverkehrsplans und mögliche Folgen für Einfeld vor- und zur Diskussion zu stellen. Eine Idee ist es, die Einfelder Linie 1 oder 5 bis zur Schanze zu verlängern. Das Problem: Der Bus kann dort nicht wenden. Deswegen gibt es auch Überlegungen, weiter bis Mühbrook zu fahren. Aber da hat auch der Kreis Rendsburg/Eckernförde ein Wort mitzureden.

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