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Bandcamp der Musikschule : Proben für den großen Auftritt

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

32 junge Menschen bekommen in der Musikschule Instrumentalunterricht für Schlagzeug, Bass, Gitarre und Keyboard sowie Gesangsunterricht.

shz.de von
erstellt am 22.Okt.2014 | 05:00 Uhr

Neumünster | Aus jeder Tür hallt ein anderer Klang in der Musikschule am Haart. Seit Sonnabend findet dort das erste Bandcamp unter der Leitung von Hörbie Schmidt statt, der als Schulleiter der Rock- und Pop-Schule Kiel tätig ist.

Das Bandcamp richtet sich an junge Musiker im Alter von 12 bis 18 Jahren, die Spaß an Popmusik haben. „Aufgrund des häufigen Unterrichtsausfalls an den Schulen haben die Kinder kaum Gelegenheit, sich intensiv mit der Musik zu beschäftigen. Das musste sich ändern“, erzählte Hörbie Schmidt und fügte hinzu: „Rund 95 Prozent der Jugendlichen hören Popmusik. Der Grundstein zum Musikmachen ist somit gelegt.“

An insgesamt sechs Tagen bekommen die 32 Teilnehmer bei sechs Dozenten, die aus Kiel oder Hamburg anreisen, Instrumentalunterricht für Schlagzeug, Bass, Gitarre und Keyboard sowie Gesangsunterricht. Nachmittags können dann fünf Bands für den großen Auftritt am Donnerstag proben.

Die Gruppen haben sich teilweise erst beim Workshop gebildet, andere wiederum waren schon vorher zusammen. Das Bandcamp richtet sich besonders an finanzschwächere Familien, die sich keinen teuren Unterricht für ihre Kinder leisten können. Daher wird das Projekt auch kostenfrei angeboten. „Die Kinder sollen hier ihre Kreativität entfalten und soziale Kompetenzen aufbauen“, berichtete Hörbie Schmidt.

Die Jugendlichen können auch eigene Texte entwickeln und so ganze Lieder kreieren. Die eigenen Lieder sowie einstudierte Cover-Stücke werden am Donnerstag ab 14 Uhr im Konzertsaal der Musikschule präsentiert.

„Ich mache hier mit, um neue Leute zu treffen und Fragen zu klären, die sich zu Hause nicht lösen ließen“, sagte Lennard Winkelmann, einer der Teilnehmer und ließ seinen Bass röhren. Jan Philip Dose erzählte: „ Ich bin hier der einzige Sänger. Eigentlich wollte ich etwas Anderes machen, aber durch das Camp habe ich die Lust am Singen gefunden. Das war mein Glück.“

Nächstes Jahr soll es noch weitere Bandcamps in Schleswig-Holstein geben. Wo genau sie stattfinden, wird noch bekanntgegeben.

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