Wasbek : Pro-Kopf-Verschuldung auf Tiefstand: 4,23 Euro

Die Verschuldung der Gemeinde Wasbek beträgt 4,23 pro Einwohner.
Die Verschuldung der Gemeinde Wasbek beträgt 4,23 pro Einwohner.

Finanziell ist die Gemeinde gut aufgestellt.

shz.de von
15. Juni 2014, 14:00 Uhr

Wasbek | Finanziell stehen die Wasbeker zurzeit glänzend da. „Etwa eine Million Euro stehen uns für Ausgaben zur Verfügung“, verkündete Michael Hollerbuhl, Vorsitzender des Haupt- und Finanzausschusses, während der Finanzausschusssitzung, nachdem die Jahresrechnung für 2013 ohne Beanstandungen geprüft worden war.

Dem prall gefüllten Guthabenkonto steht ein Schuldenstand von 9400 Euro gegenüber. Weil die Vertragslage keine vorzeitige Rückzahlung zulässt, werden die Schulden in knapp zwei Jahren bezahlt sein. Die Pro-Kopf-Verschuldung weist mit 4,23 Euro einen historischen Tiefstand aus.

Haupteinnahmequelle bleiben unter anderem die Anteile an den Gewerbesteuern, die im vorigen Jahr mit rund 644 000 Euro zu Buche schlugen. Einvernehmlich wurde der Gemeindevertretung empfohlen, dem Abschluss der Jahresrechnung zuzustimmen. Außerdem wurde an die Gemeindevertreter die Empfehlung ausgesprochen, in puncto Vermögensauseinandersetzung (der Courier berichete) mit den ehemaligen Aukruger Amtsgemeinden Padenstedt, Arpsdorf, Ehndorf und Aukrug auf ein Widerspruchsrecht zum Urteil der Schleswiger Verwaltungsrichter zu verzichten. Hintergrund: Durch Entscheidung des Innenministeriums am 12. September 2007 wurde die Gemeinde Wasbek aus dem ehemaligen Amt Aukrug ausgegliedert. Die Wasbeker gingen eine Verwaltungsgemeinschaft mit der Stadt Neumünster ein. Für übernommenes Personal in der Hohenwestedter Verwaltung, das den Wasbekern zugeordnet wurde, Immobilienwerte sowie erhöhte Amtsumlagen bei Wegfall der finanzkräftigen Wasbeker, forderten die Restgemeinden von Wasbek eine Entschädigung von rund 630 000 Euro. Die Klage wurde von den Verwaltungsrichtern abgeschmettert. Der Kreis Rendsburg-Eckernförde forderte dann in einem zweiten Anlauf für die Klägerinnen einen Betrag von 300 000 Euro ein. Darauf ließen die Wasbeker sich nicht ein. Das Verwaltungsgericht schlug jetzt einen Vergleich vor: Wasbek soll einen Pauschalbetrag von 60 000 Euro in zwei Jahresraten zahlen. Eine jährliche Verwaltungsumlage an das Amt Mittelholstein wäre höher ausgefallen. An den fälligen Gerichtskosten müssen sich die Wasbeker mit einem Anteil von 1/5 beteiligen. Wenn die Gemeindevertreter dem Vergleich zustimmen, können die Restgemeinden des ehemaligen Amtes Aukrug laut der Urteilsbegründung nicht noch einmal in dieser Angelegenheit gegen Wasbek klagen.











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