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Holsteinischer Courier

23. Oktober 2017 | 23:12 Uhr

Musical : Premiere und das Ende einer Ära

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Gemeinschaftsschule Faldera brillierte mit dem Musical „Die Möwe der Ile Callot“ / Nach über 20 Jahren soll es ein neues Konzept geben

shz.de von
erstellt am 25.Mär.2015 | 12:00 Uhr

Nach mehr als 20 Jahren ist die Zeit reif für Veränderungen. Das zumindest meinen Klaus Stamm, Ingo Schlünzen und Almuth Meise. Gemeinsam und unter Mitwirkung vieler Kollegen haben die drei Lehrer der Gemeinschaftsschule Faldera Jahr für Jahr ein Musical auf die Bühne gebracht, bei dem jeweils der gesamte 7. Jahrgang der Schule mitwirkte.

„Rechnet mal alle Darsteller, Chorsänger, Musiker und Backstage-Gruppen zusammen, sind etwa 240 Menschen an einer Musicalproduktion beteiligt“, erzählte Ingo Schlünzen, auf dessen Initiative die Musical-Idee 1993 entstand. „So eine Arbeit macht viel Freude und schweißt zusammen“, meinte Schlünzen. Und trotzdem soll nun Schluss sein.

Am Montagabend feierte das Stück des jetzigen 7. Jahrgangs „Die Möwe der Ile Callot“ unter der Gesamtleitung von Klaus Stamm (Text), Ingo Schlünzen (Musik) und Almuth Meise (Choreografie) Premiere und läutete damit das Ende einer Ära ein.

Die Geschichte des Musicals, deren Texte Klaus Stamm auf Grundlage keltischer Märchen ersann, ist schnell erzählt: Prinz Erwan, ein verträumter Junge, der Musik mehr liebt als den Schwertkampf, soll König der Bretagne werden. Sein Vater wird vom bösen Fürsten Mordoch gefangen gehalten. Dessen machthungrige Mutter Zurana zieht alle Register, um ihren Sohn und vor allem sich selbst an die Macht zu bringen. Am Ende siegt – wie bei allen Märchen – das Gute über das Böse.

Dass mit dieser Kurzbeschreibung noch lange nicht alles gesagt ist, zeigt allein die Dauer des Musicals von zwei Stunden, verdeutlicht die Anzahl der Bühnendarsteller – sage und schreibe 43 Schauspieler wirkten mit – und beweisen die vielen eigens von Schlünzen komponierten Lieder. „Ich habe versucht, ein bisschen Mittelalter und ein bisschen Bretagne anklingen zu lassen“, beschrieb der Musiklehrer seine Vorgehensweise. Wichtig sei für ihn und seine Kollegen aber vor allem, „dicht an den Schülern zu arbeiten“.

Den Kindern wird deshalb auch viel mitwirkende Eigeninitiative zugesprochen, und die macht sich beim darstellenden Spiel, bei Tanz und Gesang bemerkbar. Jede Szene voller Freude gespielt, jedes Lied konzentriert gesungen und jeder Text absolut sicher; so erlebten 60 Besucher „Die Möwe der Ile Callot“ in der Mensa der Gemeinschaftsschule.

Persönlichkeitsstärkung war von Anfang an erklärtes Ziel eines jeden Musical-Projektes. Toleranz üben, Teamfähigkeit ausbauen und das Selbstbewusstsein stärken, sollen auch in Zukunft nicht verloren gehen. Zehn Kollegen, darunter viele junge Lehrer, haben deshalb den Arbeitskreis „Bühne 7“ gegründet. Man darf gespannt sein, was der kommende 7. Jahrgang an ästhetischen Ausdrucksformen präsentieren wird.

Weitere Aufführungen gibt es noch heute, morgen und Freitag jeweils ab 19 Uhr. Die Karten kosten für Erwachsene 5, für Schüler 3 Euro. Reservierungen sind unter Tel. 7  07  65  30 möglich.


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