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Frauenfrühstück : Praktische Hilfe aus der Stressfalle

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Frühstückstreffen für Frauen lockte 190 Zuhörer in die Begegnungsstätte Kiek In. Dort gab Referentin Christin Brückel authentische Tipps.

shz.de von
erstellt am 02.Mär.2015 | 10:00 Uhr

Neumünster | Auch ganz starke Naturen kann es treffen: Ob das Baby, das dauernd schreit, eine schwere Krankheit, der erdrückende Schuldenberg, Einsamkeit, Beziehungsprobleme oder tiefe Depressionen – es gibt Lebenslagen, in denen Menschen nicht mehr weiter wissen. Zum Thema „Hilfe, mir steht das Wasser bis zum Hals“ gab Referentin Christin Brückel aus Hansühn (Kreis Ostholstein) auf dem Frühstückstreffen für Frauen ihren gebannt lauschenden Zuhörerinnen praktische Tipps, wie sie der Stress- und Verzweiflungsfalle entrinnen.

Eines machte sie gleich klar: „Es gibt keine Patentlösungen. Man muss selbst aktiv werden.“ Das Thema traf den Nerv ihrer Zuhörerinnen: Mit 190 Frauen war der Saal im Kiek In am Sonnabendvormittag proppevoll.

Launig und mit aus dem Leben gegriffenen Beispielen unterbreitete Christin Brückel „Rettungsringe“ und „Strohhalme“ für scheinbar ausweglose Situationen. Betroffene müssten als erstes zugeben, dass alles zu viel wird und zu ihren Ängsten und Schwächen stehen. Sie sollten den Mut haben, Hilfe anzunehmen, Kontakt zu Freunden und Nachbarn aufnehmen und vor allem sich selbst gegenüber ehrlich sein, so die verheiratete Mutter dreier Töchter. Es gehe darum, sich mit seinem Leben zu versöhnen. Als Beispiele nannte sie den Sohn Helmut Kohls und Samuel Koch, der nach seinem schweren Unfall bei „Wetten dass“ ein Buch schrieb: „Das finde ich bewundernswert.“ Um der Not zu entrinnen, müsse man risikobereit sein, neue Wege gehen, keine Angst vor dem Versagen haben „in einer Welt, die vom Erfolg besessen ist“: „Es gibt immer eine zweite Chance, etwas richtig zu machen.“

Die Referentin führte unaufdringlich auf den Glauben als Rettungsanker zu und outete sich als „großer Fan von Gott“: „Im wilden Durcheinander der Welt gibt es einen, der Sie bedingungslos liebt. Nehmen Sie Blickkontakt mit Gott auf – so wie der schiffbrüchige Simon, der auf Jesus vertraute und übers Wasser wandelte.“ Davon hatte auch der Kinderchor „Bunte Töne“ aus Tungendorf unter Leitung von Nadine Forster und Wiebke Andreae berührend und erfrischend gesungen. Für ihre Lieder von bärenstarken Kindern und dem tiefen Glauben („spar Dir Deine Sorgen, mach’ Dir keinen Kopf, ich lass’ Dich nicht im Stich“) erhielten die kleinen Sänger Riesenapplaus.

Der Referentin zollte Zuhörerin Regine Nengiwa (55) aus Neumünster großes Lob: „Sehr eindrucksvoll, ansprechend, bewegend und authentisch. Das muss ich erstmal sacken lassen.“


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