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Kunstflecken : Prahl verzauberte mit musikalischen Mitteln

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Schauspieler und Tatort-Kommissar spielte im ausverkauften Theater in der Stadthalle

Für das Konzert mit den A-cappella-Stars „Naturally 7“ am Sonnabend, 6. September, gibt es noch Karten.    von
erstellt am 12.Sep.2014 | 08:00 Uhr

Neumünster | „Ich bin nun mal so, wie ich bin“, sang Schauspieler und Tatort-Kommissar Axel Prahl – und genau so wollten die 580 Fans ihn am Mittwoch im ausverkauften Theater in der Stadthalle anlässlich des Kunstfleckens sehen und hören. Im Nu hatte er mit coolen Sprüchen und einer gekonnten Melange musikalischer Stilmittel das Publikum verzaubert. Prahl räsonierte („Blick aufs Mehr“ – so der Titel seiner neuesten CD), säuselte und seufzte („Wieso bist du immer noch da?“), war politisch bissig („Bla, Bla, Bla“) und zugleich melancholisch bis sarkastisch („Schön, dass Du noch da bist“) und verführte mit seiner „Wilden Welle“.

Für die begeisterten Konzertbesucher ein höchst vergnügliches Wechselbad der Stimmungen, das mit donnerndem, rhythmischem Applaus, stürmischem Getrampel und wohlgemeinten Pfiffen mehrere Zugaben forderte und erhielt. Dort konnte Danny Dziuk, Chef des begleitenden Inselorchesters, mit seinem Solo „Ich bin zu alt“ etwa für ein zweites Smartphone den Saal noch einmal richtig anheizen, und mit „Gemeinsam macht Gesang Spaß“ forderte der gebürtige Eutiner die Neumünsteraner.

Die Lieder und Songs aus seiner Feder sind aus seinem eigenen Leben entsprungen. Er sang über die Liebe, Seemannsweisen und die Unsicherheiten des Lebens, aber auch über die Finanzkrise und über nur hohle Worte. Warum er aber bei der Finanzkrise einen slawischen Akzent annahm und Kasatschok tanzte, blieb wohl sein Geheimnis. Aber immer hatten die Zuhörer das sichere Gefühl: Axel Prahl singt Axel Prahl, auch wenn er kurz Grönemeyer imitierte.

Eine kongeniale Begleitung boten die neun Musiker und Musikerinnen des Inselorchesters: Danny Dziuk (Keyboard und Gitarre), Johannes Feige (Gitarre), Nicolai Ziel (Drum), Tom Baumgarte (Bass), Rainer Korf (Geige), Christiane Silber (Bratsche), Sylvia Eulitz (Cello), Jörg Mischke (Keyboard und Akkordeon), Michael Götz (Klarinette und Saxofon). Bei ihrer Vorstellung durch Prahl glänzten sie – und nicht nur dort – mit beeindruckenden Soli. Ob zur Begleitung einer minimalistischen Ballade von Prahl oder bei großen Orchesterarrangements, konnten sie überzeugen, so wie Dziuk und Prahl zu Beginn sangen: „Wenn zwei zueinander passen“. Nicht nur Dorothea und Andre Göttling aus Itzehoe waren der Meinung: „Fantastisch! Leicht, locker und lustig, eben Axel Prahl.“

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