Fußball-WM : Polizeisperre: Sicherheit der Fans war oberstes Gebot

Auch die kleine Fernanda feierte im Autokorso mit und schwenkte ihre Deutschland-Fahne.
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Auch die kleine Fernanda feierte im Autokorso mit und schwenkte ihre Deutschland-Fahne.

Die Beamten wollen keine Spielverderber sein. Bei Gefahr greifen sie aber entschieden durch.

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28. Juni 2014, 06:00 Uhr

Neumünster | Es war ein fröhlicher bunter Autokorso, mit dem die Neumünsteraner kurz nach dem Abpfiff am Donnerstagabend in der Innenstadt den Sieg der deutschen Fußball-Nationalmannschaft über die USA feierten. Groß und Klein, ganze Freudeskreise und Großfamilien fuhren hupend und Fahnen schwenkend durch die Innenstadt. Viele Fußgänger eilten aus den Wohnungen und Kneipen hinzu, um mitzufeiern (der Courier berichtete).

Für Unmut sorgte bei einigen Fans eine Polizeiabsperrung, die kurz nach Beginn des Freudentaumels an der Gänsemarktkreuzung Richtung Großflecken errichtet worden war. Gestern erklärte Polizeisprecher Sönke Hinrichs auf Nachfrage die Hintergründe für diese Maßnahme und warb um Verständnis. „Wir wollen keine Spielverderber sein und keinesfalls die Feier unterbinden“, hieß es von Seiten der Polizei. „Wir müssen aber tätig werden, wenn Gefahr für die Allgemeinheit oder für Einzelne droht“, erläuterte Hinrichs weiter. Und das sei am Donnerstagabend zeitweilig der Fall gewesen.

„Wir haben den Verkehr ableiten und reduzieren müssen, als immer mehr Autos und Fußgänger auf den Großflecken drängten. Entscheidend war dabei die Gefährdung der Fußgänger, die immer wieder fröhlich winkend vor Fahrzeuge im Korso liefen“, so Hinrichs.

Einschreiten würde die Polizei auch, „wenn Menschen auf Autokotflügeln mitfahren, sich weit aus dem Autofenster hängen oder fünf Leute im Kofferraum sitzen“, gab der Pressesprecher weitere Beispiele.

Auch als angetrunkene Fans einst bei der Fußball-Europameisterschaft vor zwei Jahren am Großflecken auf Laternen kletterten, duldeten die Ordnungshüter das nicht. Zu groß war die Gefahr vor schweren Stürzen. „Letztendlich ist es immer eine Einzelfallentscheidung, ob wir einschreiten oder nicht“, so Polizeisprecher Hinrichs.

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