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Verkaufsverhandlungen : Polizeirevier ist noch nicht verkauft

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Interessent drängte auf ein weiteres Gutachten. Eine Entscheidung wird in wenigen Tagen erwartet.

shz.de von
erstellt am 25.Feb.2015 | 06:30 Uhr

Neumünster | Der Verkauf des alten Polizeireviers an der Parkstraße verzögert sich erneut. Das teilte Eugen Witte, Sprecher des Finanzministeriums, gestern auf Anfrage mit. Ursprünglich hatte sich ein Kaufinteressent bis Mitte Februar entscheiden sollen (der Courier berichtete). Doch bei den letzten Verhandlungen hatte der potenzielle Käufer laut Witte noch auf ein weiteres Gutachten für das fünfstöckige Gebäude gedrängt.

„Wir wollen als Verkäufer rechtlich auf der sicheren Seite sein und haben deshalb zugestimmt“, so der Sprecher. Mittlerweile liegt das Gutachten vor. Anschließend habe es weitere Preisverhandlungen gegeben, hieß es. Bei der Preisgestaltung sind dem Land als Verkäufer der Immobilie jedoch die Hände gebunden. „Wir sind da nur begrenzt handlungsfähig. Das haben wir dem Interessenten auch deutlich gemacht“, sagte Witte. Schuld an dem relativ starren Preis ist die so genannte Landeshaushaltsverordnung. Die besagt, dass ein Verkehrswertgutachten zu erstellen ist, das dann wiederum nur wenig preisliches Entgegenkommen zulässt.

Der potenzielle Käufer habe sich daraufhin noch ein paar Tage Bedenkzeit erbeten. „Wir haben den Eindruck, dass durchaus ein starkes Interesse und konkrete Pläne vorhanden sind. Er muss jetzt offenbar die Finanzierung klären“, meinte Witte. Sollte der Interessent jedoch endgültig abspringen, wird das 1. Polizeirevier auf dem Immobilienmarkt angeboten.

Zu den preislichen Vorstellung des Landes äußerte sich der Ministeriumssprecher nicht. Seit die Schutzpolizei und die Kripo vor rund vier Jahren das 1. Revier nach jahrelangen Wasserschäden und Schimmelbefall verlassen hatten und an die Alemannenstraße gezogen waren, steht das Gebäude leer. Mittlerweile wurden die Mängel für rund 300  000 Euro beseitigt. Dichtungen am Flachdach wurden ausgetauscht, Bodenbeläge erneuert und der Schimmel von Experten bekämpft. „Das Gebäude ist saniert“, sagt Eugen Witte zum Zustand der Immobilie, die sich in das Ensemble des Parkcenters einfügt.

Der Bebauungsplan der Stadt gibt für das Areal mehrere Nutzungsmöglichkeiten her. Zum Beispiel könnte die ehemalige Dependance der Polizei Geschäfts-, Büro- oder Verwaltungsgebäude werden. Ebenso könnte dort aber auch ein Hotel oder Restaurant betrieben werden. Zu der Immobilie gehört laut Finanzministerium auch der Teil der Tiefgarage, der sich unter dem ehemaligen 1. Polizeirevier befindet.

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