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Reform : Polizeichef verspricht mehr Präsenz in den Stadtteilen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Neumünsters Polizeichef Bernd Lohse verteidigt die geplante Neuaufstellung: Stationen in Stadtteilen werden gestärkt

von
erstellt am 29.Apr.2016 | 09:15 Uhr

Neumünster | Neumünsters Polizeichef Bernd Lohse hat gestern die geplante Neuaufstellung der Polizei in Neumünster verteidigt. Die neue Struktur bedeute keine Konzentration der Polizeikräfte auf wenige Standorte, sondern im Gegenteil mehr Präsenz und Bürgernähe in den Stadtteilen, sagte Lohse.

Der Polizeichef reagierte damit auf Kritik aus Kreisen der Polizeigewerkschaft (GdP), die angepeilte Reform könne zu einer Schwächung der Polizei führen. Die GdP wehrt sich unter anderem gegen die geplante Zusammenführung der beiden Polizeireviere an der Beethovenstraße und Altonaer Straße zu einem Präsenzrevier an der Altonaer Straße. Durch die Zusammenlegung würden die Anfahrtswege zu den Einsatzpunkten länger, die Reaktionszeiten der Polizei ohne Not verzögert, hatten GdP-Vertrauensleute gestern in einem Courierartikel gewarnt.

Lohse widerspricht: Das neue – noch nicht genehmigte – Konzept sehe eine neue Polizeistationen in der Innenstadt vor, dort wo die Polizei auch besonders viel zu tun habe. Die fünf bestehenden Stationen in den Stadtteilen sollen personell verstärkt werden. Das eröffne verlässliche, gegebenenfalls auch längere Öffnungszeiten in den Außenstationen, so Lohse. Der Polizeichef erinnerte daran, dass die beiden bestehenden Reviere gerade mal 2,1 Kilometer auseinanderliegen, außerdem würden die meisten Einsatzfahrten nicht von den Revieren aus starten, sondern nur von hier aus gesteuert, argumentiert der Polizeichef.

Ziel der Zusammenlegung in der Altonaer Straße/Alemannenstraße sei es, die Ermittlungsdienste von Kripo und Schutzpolizei enger zu verflechten. „Begeht jemand einen Raub, wird das von der Kripo bearbeitet, begeht derselbe Täter morgen eine Körperverletzung, ist die Schutzpolizei zuständig. Durch eine Bündelung vermeiden wir Doppel- und Parallelarbeit“, erklärt Lohse. Auch das Argument der Raumnot will Lohse so nicht stehen lassen: „Im Moment nutzen wir an der Altonaer Straße jede Besenkammer“, räumt der Polizeichef ein. Er geht allerdings davon aus, dass sich die Situation für die Kollegen mit der Umsetzung der neuen Struktur spürbar entlastet. So würden das auch viele Kollegen sehen: Die Personalfluktuation bei der Polizei in Neumünster sei nicht größer als in vergleichbaren Dienststellen.

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