zur Navigation springen

Weihnachtsmarkt : Polizei schreckt Taschendiebe ab

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Beamte des 1. Reviers und Mitarbeiter des Kommunalen Ordnungsdienstes laufen regelmäßig Streife auf dem Weihnachtsmarkt.

von
erstellt am 07.Dez.2016 | 08:15 Uhr

Neumünster | Im dichten Gewühl zwischen Wurststand und Punschbude haben Langfinger oft leichtes Spiel: Pünktlich zur Weihnachtsmarkt-Saison steigt die Gefahr, Opfer von Taschendieben zu werden. Damit es erst gar nicht so weit kommt, laufen Beamte der Polizei und Mitarbeiter des Kommunalen Ordnungsdienstes dort regelmäßig Streife – und das zeigt offenbar Wirkung.

„In Neumünster ist die Situation bislang sehr entspannt. „Wir haben momentan eine ruhige Lage“, bestätigt Polizeisprecher Sönke Hinrichs auf Courier-Anfrage. Seit der Eröffnung des Weihnachtsmarktes vor gut zwei Wochen sei noch keine einzige Anzeige eingegangen. In den vergangenen Jahren habe es solche Fälle durchaus gegeben. Konkrete Zahlen konnte die Polizei allerdings nicht nennen.

Auch von organisierten Banden, bei denen die Täter oft in kleineren Gruppen auftreten, bleibt die Stadt aktuell verschont: „Dieses Phänomen hat es hier schon gegeben. Wir haben es allerdings durch massive Polizeipräsenz und Kontrollmaßnahmen verdrängen können“, sagt Hinrichs.

Die Gefahr, Opfer eines Diebstahls zu werden, ist aber immer da: „Überall dort, wo es eng wird und die Menschen dicht gedrängt stehen, haben Taschendiebe leichtes Spiel. Kommt dann auch noch Alkohol dazu, wird häufig nicht mehr so richtig auf die Geldbörse geachtet“, sagt Hinrichs.

Zu den Beamten, die auf dem Weihnachtsmarkt nach dem Rechten sehen, gehören auch Hauptkommissar Stefan Schulz und Kommissar Torben Ramm vom 1. Revier. Die beiden Polizisten sind in Uniform unterwegs, aber oft sind die Beamten auch in Zivil im Einsatz. Schulz und Ramm kennen die Fehler, die viele Besucher machen. „Am Schlimmsten ist es, mit einem Rucksack über den Weihnachtsmarkt zu gehen. Wenn sich ein Dieb daran zu schaffen macht, merkt man das überhaupt nicht“, sagt Stefan Schulz. Er rät dazu, Taschen nicht unbeaufsichtigt zu lassen und Wertsachen möglichst dicht am Körper zu tragen: „Empfehlenswert ist es, das Portemonnaie in der Jackeninnentasche zu verstauen, die möglichst noch mit einem Reißverschluss gesichert ist. Dann müssten Diebe gleich zwei Sicherungen überwinden. Man sollte potenziellen Langfingern nie die Gelegenheit geben, ein einfaches Opfer zu werden.“

Die Polizei weist zudem darauf hin, nur so viel Geld mitzunehmen, wie wirklich benötigt wird. Wertsachen sollten nach Möglichkeit zu Hause gelassen werden. „Omas Goldschmuck muss ich nicht auf dem Weihnachtsmarkt präsentieren, sondern vielleicht lieber beim nächsten Sportlerball“, sagt Sönke Hinrichs. Eine schlechte Idee sei es auch, Stühle oder Bänke mit Taschen zu besetzen: „Da kann man auch gleich einen Zettel dazulegen: ‚Hier gibt es etwas zu holen‘“.

Neben den Polizeistreifen hat auch der Ordnungsdienst der Stadt ein Auge auf die Situation auf dem Weihnachtsmarkt. „Wir sind täglich zu wechselnden Zeiten als Doppelstreife in der Innenstadt unterwegs und zeigen Präsenz. Viele Bürger fühlen sich sicherer, wenn sie uns in Uniform dort sehen“, sagt Mitarbeiter Heiko Büttner.

Er und seine Kollegen schauen nicht nur nach dem Rechten, sondern sprechen die Weihnachtsmarktbesucher auch direkt an, wenn es nötig ist. „Wir weisen beispielsweise darauf hin, dass sie ihre Taschen nicht unbeaufsichtigt lassen – denn Gelegenheit macht bekanntlich Diebe.“

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen