Rendsburger Strasse : Polizei rettete ein Marderbaby aus dem Auto

Der kleine Marder lag ganz allein  im Motorraum und rief um Hilfe.
Der kleine Marder lag ganz allein im Motorraum und rief um Hilfe.

Ungewöhnlicher Einsatz für die Polizei: Aus einem Auto an der Rendsburger Straße drangen Tierschreie. Die Beamten konnten einen Marder aus seiner misslichen Situation befreien.

23-2986106_23-55081513_1378892181.JPG von
19. März 2014, 14:56 Uhr

Neumünster | Zu einem ungewöhnlichen Rettungseinsatz wurde die Polizei am Dienstagnachmittag gerufen. Eine Frau meldete sich von einem Parkplatz an der Rendsburger Straße aus. Sie hatte aus dem Motorraum eines dort abgestellten Audis tierische Geräusche gehört und die Einsatzkräfte gerufen. Beamte des 2. Polizeireviers eilten sofort zum Ort des Geschehens. Auf dem Parkplatz wurden sie bereits von der Anruferin erwartet.

Schnell identifizierten die Beamten die Geräusche aus dem Auto als Hilfeschrei eines kleinen Tieres. Allerdings war zunächst nicht klar, welcher Gattung es angehörte. Fest stand aber: Hier tat Hilfe Not.

Nach einiger Zeit konnte der Fahrzeughalter in Kiel erreicht werden. Auch er erkannte den akuten Notfall sofort und fuhr umgehend nach Neumünster, um den Motorraum zu öffnen. Beim Blick unter die Motorhaube wurde schnell klar, dass sich dort ein weiblicher Marder mittlerweile häuslich eingerichtet hatte. Doch jetzt befand sich ein Marderjunges mutterseelenallein im Motorraum und rief vermutlich vor Hunger, Durst und Angst um Hilfe. Die wurde dem Findelkind nun zuteil, indem es in die fachkundigen Hände einer Wasbeker Tierarztpraxis abgegeben wurde, so die Polizei.

Der kleine Schreihals dürfte etwa eine Woche alt sein, wiegt aktuell 60 Gramm, und man ist zuversichtlich, ihn aufpäppeln zu können. Wie lange die tierische Wohnstätte bereits im Motorraum eingerichtet war, konnte nicht geklärt werden.

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen