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Sicherheit : Polizei plant kleine Station in der Innenstadt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die meisten Straftaten werden innerhalb des Rings begangen.

Neumünster | Wird es in der Innenstadt bald eine neue kleine Polizeidienststelle geben? Die Ermittler denken zurzeit zumindest über diese Möglichkeit nach. Grund für die Überlegungen sind zum einen Vorgaben der Landespolizei und zum anderen die Zahlen aus der Kriminalstatistik. Das bestätigte gestern Polizeisprecher Sönke Hinrichs auf Nachfrage.

„Dort, wo die meisten Straftaten begangen werden, soll die Polizei auch ansprechbar sein“, erklärte der Polizeisprecher. Diese Erkenntnis entspreche der strategischen Ausrichtung in der Landespolizei. In Neumünster würden nun einmal die meisten Straftaten innerhalb des Rings, also in der Innenstadt, gezählt, so Hinrichs.

Die Schwere der Taten spielt laut Polizei bei diesen Überlegungen keine Rolle. „Es geht nicht um Qualität, sondern um Quantität", hieß es. In der Innenstadt würden rund ums Jahr überwiegend sogenannte Eigentumsdelikte begangen. Das heißt: In den Geschäften am Großflecken, am Kuhberg oder an der Lütjenstraße kommt es zu Ladendiebstählen. Außerdem werden in der Innenstadt die meisten Fahrräder oder Portemonnaies gestohlen. Und in der einen oder anderen Kneipe fliegen auch schon mal die Fäuste.

Zurzeit wird geprüft, wie eine mögliche neue Dienststelle aussehen könnte. „Der Behördenleiter hat zur Klärung der Details Arbeitsaufträge vergeben. Die Ergebnisse sollen im kommenden Jahr vorliegen und ausgewertet werden“, erklärte Hinrichs. So wird derzeit unter anderem nach dem besten Standort für eine mögliche kleinere Polizeidienststelle geschaut. Außerdem wird über die Größenordnung nachgedacht. Unter anderem muss geklärt werden, welche Öffnungszeiten sinnvoll wären und wie viele Beamte vor Ort sein sollten. Eine Kooperation mit der Stadt wäre laut Hinrichs wahrscheinlich.

Dienststellen außerhalb der großen Reviere sind in Neumünster keine Seltenheit. So gibt es derzeit kleinere Stationen in Tungendorf, Einfeld, Faldera, Wittorf und Gadeland. Sicher ist: Es wird keinen Rückzug des 1. Reviers und der Kripo in die Innenstadt geben, nachdem die Beamten im Mai 2011 aus dem maroden Gebäude an der Parkstraße ausgezogen waren (der Courier berichtete). „Das ist räumlich nicht möglich“, so Hinrichs. Seit dem Umzug des 1. Reviers sind quasi die beiden für die Innenstadt zuständigen Reviere in Randlagen angesiedelt. Das 1. Revier, das federführend die Einkaufsstraßen betreut, ist an der Altonaer Straße, Ecke Holsatenring. Das 2. Revier, das das Vicelinviertel abdeckt, ist am Hansaring, Ecke Beethovenstraße zu finden.

Trotz der fehlenden zentralen Anlaufstelle ist die Polizei in der Innenstadt laut Polizeisprecher Sönke Hinrichs auch derzeit gut vertreten. So seien Streifenbeamte regelmäßig unterwegs. Ein Kollege des 2. Reviers sei als Bezirksbeamter im Vicelinviertel Ansprechpartner und dort besonders präsent. Er arbeitet eng mit dem Stadtteilbüro zusammen. „Eine neue mögliche kleine Dienststelle in der Innenstadt soll diese bestehenden Strukturen nicht ersetzen, sondern ergänzen“, erklärte der Polizeisprecher.

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erstellt am 01.Okt.2014 | 05:00 Uhr

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