Mobile Wache : Polizei kehrt auf den Jahrmarkt zurück

Die Schausteller Frank Parge (von links), Jürgen Köster und Wolfgang Lange sowie Stadtsprecher Stephan Beitz und der stellvertretende Marktmeister Manfred Nagel hoffen auf einen friedlichen und fröhlichen Frühjahrsmarkt.
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Die Schausteller Frank Parge (von links), Jürgen Köster und Wolfgang Lange sowie Stadtsprecher Stephan Beitz und der stellvertretende Marktmeister Manfred Nagel hoffen auf einen friedlichen und fröhlichen Frühjahrsmarkt.

Mit einer mobilen Wache und zusätzlichem Sicherheitspersonal sollen Ausschreitungen wie in den vergangenen Jahren verhindert werden.

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04. Mai 2015, 05:30 Uhr

Neumünster | Der Jahrmarkt auf dem Jugendspielplatz soll wieder sicherer werden. Nach Ausschreitungen in den vergangenen Jahren wird die Polizei erstmals seit 2009 zum Frühlingsmarkt vom 8. bis 11. Mai wieder eine mobile Wache einrichten. Sie ist dauerhaft während der Öffnungszeiten Freitag bis Sonntag von 14 bis 23 Uhr und am Montag von 14 bis 22 Uhr mit mindestens zwei, bei Bedarf auch mehr Beamten besetzt.

„Vor allem auf den Frühjahrs- und Herbstmärkten gab es zuletzt immer wieder Randale“, sagt Polizeisprecher Sönke Hinrichs. Die eingesetzten Streifen, die ab und zu über den Markt schlenderten, reichten nicht mehr aus. Im vergangenen Jahr eilten die Ordnungshüter im Mai zu mehreren Massen-Schlägereien zwischen türkisch- und afghanischstämmigen Jugendlichen. Eine Person wurde verletzt. Rund 20 Beamte, darunter auch Kräfte der Autobahnpolizei, beendeten im Oktober eine Schlägerei mit etwa zehn Jugendlichen im Alter von 14 bis 17 Jahren. Verstärkt wurden in letzter Zeit Anzeigen wegen Körperverletzung und Widerstandes gefertigt. Zudem mussten die Beamten zuletzt desöfteren Platzverweise gegen Schaulustige aussprechen (der Courier berichtete). „Die Einsatzlage hat uns dazu gebracht, nun wieder dauerhaft vor Ort präsent zu sein“, sagt Hinrichs. Doch das ist noch nicht alles. Auch den Schaustellern sei natürlich an einem friedlichen Jahrmarkt gelegen, betont Schausteller Wolfgang Lange. Deshalb bezahlen sie aus eigener Tasche zusätzlich wieder einen eigenen Sicherheitsdienst.

Rund 60 Schaustellergeschäfte mit einer Frontlänge von 600 Metern wird es vom 8. bis zum 11. Mai geben, darunter den Super-Scooter, den Breakdancer, die Miniatur-Achterbahn „Drachen“ und den Jumper. Auf die kleineren Kinder warten die Eisenbahn Dschungel-Express, die Doppel-8-Schleife, der Mini-Star-Lifter, das Barock-Karussell und der Babyflug. Für das leibliche Wohl sorgen neun Imbiss- und Ausschank-Betriebe, 13 Zuckerbuden, zwei Eis- und ein Fischwagen. Daneben bieten zwei Schießstände, eine Losbude, 15 Geschicklichkeits-Spielbuden und fünf Spielwaren-Verkaufsstände Unterhaltung. „Wir wollen eine gesunde Mischung haben“, sagt Wolfgang Lange.

Das wird allerdings offenbar immer schwieriger. Ein großes Fahrgeschäft sagte kurzfristig ab, da es doch noch einen Stellplatz beim Hamburger Hafengeburtstag bekommen hat. Stabile Preise und ein Aktionstag am Montag sollen das Publikum dennoch anlocken.

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