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Holsteinischer Courier

21. September 2017 | 01:53 Uhr

Raumnot : Polizei braucht dringend mehr Platz

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Bei der Kripo und im 1. Revier müsste dringend gebaut werden. Die Gewerkschaft der Polizei schlägt Alarm und bittet Minister um Hilfe.

von
erstellt am 08.Apr.2014 | 08:00 Uhr

Neumünster | Drei Jahre nach dem Umzug des 1. Polizeireviers und der Kriminalpolizei von dem maroden Gebäude an der Parkstraße auf das Areal zwischen Altonaer Straße und Alemannenstraße schlägt die Gewerkschaft der Polizei (GdP), Regionalgruppe Mitte, Alarm. Grund sind ausstehende Bauvorhaben, die den rund 100 Beamten einst versprochen wurden – und sich offenbar verzögern oder insgesamt in Frage stehen. Um endlich Abhilfe zu schaffen, hat der GdP-Vorsitzende Torsten Jäger jetzt einen offenen Brief an Finanzministerin Monika Heinold (Bündnis 90/Grüne) und Innenminister Andreas Breitner (SPD) geschrieben und den beiden Politiker die unhaltbare Situation vor Ort erläutert.

Seit die rund 65 Polizisten des 1. Reviers im Frühjahr 2011 vor Baumängeln, Schimmel und Kolibakterien aus dem Zentrum in ein Gebäude zogen, das bis dato für Fortbildungen genutzt wurde, fehlt nach wie vor das Polizeigewahrsam. Jede Gewahrsamnahme bindet seitdem Personal. Denn die nächsten Zellen sind in Rendsburg und Kiel. Deshalb müssen stets zwei Beamte den Festgenommenen mit dem Auto dorthin fahren. Ein weiteres Manko, das in dem Brief zur Sprache kommt: Die Wachräume, in denen rund um die Uhr Dienst geschoben wird, entsprechen laut Jäger nicht dem gebotenen Sicherheitsstandard. So fehlt unter anderem eine Schleuse. „Man kann schlecht separieren“, so Jäger. Bei der Kripo, die mit rund 40 Kollegen im Behördenhaus an der Alemannenstraße unterkam, sieht es ähnlich übel aus. „Die Kriminalpolizei arbeitet in äußerst beengten Räumlichkeiten, teilweise in verschiedene Bereiche der Liegenschaft verteilt. Ausreichende Besprechungs- und Sozialräume stehen nicht zu Verfügung“, heißt es in dem Brief an die Ministerin.

Laut Torsten Jäger hätten die Bauarbeiten im 1. Revier (Wache/Gewahrsamzelle) Anfang des Jahres beginnen sollen, zu sehen sei jedoch noch nichts. „Die Sache soll sich zeitlich erheblich verzögern, und der Erweiterungsbau für die Kripo scheint insgesamt in Frage zu stehen“, erklärt Jäger. „Es ist jetzt endlich an der Zeit, Abhilfe zu schaffen. Die Grenzen der Geduld sind bei vielen erreicht“, schreibt er dem Minster. Eine Antwort steht noch aus.

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