Einfelder See und Bordesholm : Polizei bereitet sich auf Einsätze an Himmelfahrt vor

Zuerst blieb es auf der Vogelwiese am Bordesholmer See im vergangenen Jahr ruhig. Später musste die Polizei bei Schlägereien eingreifen. In diesem Jahr wurden deshalb bestimmte Anordnungen erlassen.
Zuerst blieb es auf der Vogelwiese am Bordesholmer See im vergangenen Jahr ruhig. Später musste die Polizei bei Schlägereien eingreifen. In diesem Jahr wurden deshalb bestimmte Anordnungen erlassen.

Die Polizei bereitet sich auf Himmelfahrtseinsätze am Einfelder See und in Bordesholm vor. Dort war es in den vergangenen Jahren zu Randale gekommen.

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13. Mai 2015, 05:30 Uhr

Neumünster | Betrunkene, Prügeleien, Verletzte – das gehörte in den vergangenen Jahren am Einfelder See und am Bordesholmer See am Himmelfahrtstag immer wieder dazu. Deshalb bereitet sich die Polizei auf die Feierlichkeiten der meist jungen Leute auch diesmal wieder gut vor und wird mit Kräften aus der Region sowie aus Eutin vor Ort sein.

In Neumünster wird sie besonders das Gelände am Einfelder See an der Schanze im Auge behalten. In Bordesholm werden die Vogelwiese am Bordesholmer See und der Hochzeitswald am Aalredder im Fokus sein. An allen drei Plätzen hatte es in der Vergangenheit immer wieder Randale nach Alkoholexzessen gegeben.

In Neumünster wird die Polizei ab dem Vormittag am Ufer des Sees in erster Linie Präsenz zeigen. „Wenn wir dort extrem alkoholisierte Leute antreffen, bekommen sie einen Platzverweis“, erklärte Polizeisprecher Rainer Wetzel. Ebenso werden die Einsatzkräfte jede Form von Aggression und Zerstörungen unterbinden und Feuer jenseits der ausgewiesenen Grillplätze nicht dulden. Ein Alkoholverbot, wie es nach besonders schweren Ausschreitungen im Jahr 2010 in zwei drauffolgenden Jahren galt, ist erneut nicht vorgesehen. Laut Polizei sind die juristischen Hürden zu hoch. Im Jahr 2012 hatte das Oberverwaltungsgericht in Schleswig Alkoholverbote am Himmelfahrtstag für andere Standorte gekippt.

Das Amt Bordesholm geht in diesem Jahr einen anderen Weg, nachdem im vergangenen Jahr auf der Vogelwiese und im Hochzeitswald die Lage eskaliert war. Mehrere hundert meist junge Leute gerieten damals an beiden Orten immer wieder in Streit. Betrunkene warfen Bänke in die Hochzeitswaldteiche und rodeten und verfeuerten Bäume, die die Hochzeitspaare zuvor gepflanzt hatten. Um ähnliche Szenen zu verhindern, hat die Ordnungsbehörde jetzt mit einer sogenannten Allgemeinverfügung reagiert. Das bedeutet: Am Himmelfahrtstag dürfen sich maximal 100 Besucher auf der Vogelwiese aufhalten, im Hochzeitswald ist die Zahl auf 80 Personen beschränkt. Grillen und offenes Feuer sind verboten. Betrunkene werden erst gar nicht auf das Gelände gelassen. Alkohol darf „nur in Maßen“ mitgenommen werden, damit sich auch vor Ort keiner betrinkt.

Große Schilder machen auf die vorübergehenden schärferen Regeln aufmerksam. Die Polizei wird vor Ort dafür sorgen, dass sie auch eingehalten werden. Laut Polizeisprecher Rainer Wetzel sollen durch die Maßnahmen „auch die Leute geschützt werden, die vielleicht einfach nur ein wenig spazieren gehen oder am See sitzen wollen“.

Damit es möglichst gar nicht erst zu unschönen Szenen kommt, haben Polizeibeamte in den vergangenen Wochen in vielen Schulen Aufklärungsarbeit geleistet. „Wir haben die Jugendlichen auf die Probleme angesprochen, die Alkohol und Gewalt mit sich bringen können“, so Wetzel.

Auf schlechtes Wetter als Spaßbremse können die Einsatzkräfte in diesem Jahr aller Voraussicht nach nicht setzen. Für den Raum Neumünster sind Sonne, ein paar Wolken und 15 Grad prognostiziert.

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