zur Navigation springen

Wer zahlt die Förderung? : Politisches Tauziehen um das Volkshaus

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Soll die Stadt für die auslaufende Förderung des Bundes in die Bresche springen? Der Hauptausschuss diskutierte die Alternativen.

von
erstellt am 03.Apr.2014 | 06:30 Uhr

Auf Irritationen im Hauptausschuss stieß am Dienstag die geplante Vereinbarung zwischen Stadt und Diakonie zum Mehrgenerationenhaus in Tungendorf. Soll die Stadt für die auslaufende Förderung des Bundes in die Bresche springen? Und muss die Entscheidung jetzt getroffen werden?

„Ja, wir sind schon spät dran“, sagte Stadtrat Günter Humpe-Waßmuth. Ohne weitere Förderung könne die Diakonie das Haus nicht weiter betreiben. Im Raum stehen ein jährlicher Zuschuss von 15000 Euro und die Verlängerung des Mietvertrages zu einem subventionierten Preis (der Courier berichtete).

Dass das Verfahren so lange dauere, sei nicht das Verschulden der Verwaltung, sagte Humpe-Waßmuth: „Es gab ein Tauziehen im politischen Raum.“ Daher sei jetzt endlich ein klares Signal nötig, ob die Politik das Mehrgenerationenhaus überhaupt wolle.

Diese Frage war nach kurzer Debatte eindeutig geklärt. Alle Parteien wollen die Einrichtung, die weit über Tungendorf hinausstrahlt und ein großes ehrenamtliches Netzwerk geknüpft hat, erhalten. Allerdings gab es Kritik am Verfahren. „Ich erwarte, dass die Verwaltung einen Vorschlag macht und auch sagt, wo das Geld herkommen soll“, sagte SPD-Fraktionschef Uwe Döring.

Bei mehreren alternativen Anträgen – wie in der Vorlage formuliert – könne es passieren, dass kein Vorschlag eine Mehrheit bekommt. Um diesen formalen Fehler zu heilen, werde die Verwaltung eine neue Vorlage erarbeiten, sagte Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras zu. Endgültig entscheiden muss die Ratsversammlung.

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen