zur Navigation springen
Holsteinischer Courier

17. August 2017 | 08:08 Uhr

Bönebüttel : Platz 3 ist schon sicher

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Reiterhof Loop landet bei einem bundesweiten Wettbewerb auf einem Spitzenplatz.

Bönebüttel | Der Reiterhof   von Familie Loop aus Bönebüttel  hat an einem bundesweiten Wettbewerb teilgenommen und einen der vordersten Ränge sicher: Er gehört zu den drei besten Ställen. 27 Pferdehofbesitzer aus ganz Deutschland haben beim Wettbewerb „Unser Stall soll besser werden“ mitgemacht.

 „Der Pferdestall ist eine Herzensangelegenheit. Ich habe bei dem Wettbewerb mitgemacht, weil ich wissen will, ob wir mit unserem Konzept auf dem richtigen Weg sind. Es geht nicht um die Verschönerung einer Fassade, sondern um eine echte Verbesserung für die Tiere“, erklärt die Chefin Anne Loop (47). Moderne Pferdehaltung habe nichts mit engen, dunklen Boxen zu tun, in denen die Tiere sich nicht bewegen könnten und von ihren Artgenossen isoliert seien. „Jede Milchkuh hat heutzutage mehr Bewegungsfreiheit als so manches Pferd. Wir möchten die Grundbedürfnisse der Tiere befriedigen, dazu gehört auch ihr autarker Umgang mit der Nahrungsaufnahme und dem Drang nach Bewegung oder Rückzug“, sagt sie. 

Das ist besonders gut im Aktiv-Stall der Loops möglich. Dort sind die Pferde Tag und Nacht ohne enge Boxen in der Herde an der frischen Luft und bekommen mit Hilfe eines elektronischen Halsbands die genau für sie berechnete Menge an Futter, wann immer sie Hunger haben.

Für den Antrag bei dem Wettbewerb musste die gelernte Landwirtin Anne Loop einen umfangreichen Fragenkatalog ausfüllen und Vorher-Nachher-Fotos von dem 2011 neu in Betrieb genommenen Stall mitschicken. Licht, Luft, Bewegung und der soziale Kontakt waren unter anderem Kriterien, an denen die vier Prüferinnen vor Ort die Qualität der Pferdehaltung untersucht haben. „Wir alle waren ganz schön aufgeregt, als die Prüferinnen hier waren. Immerhin haben sie zwei Stunden lang genau geschaut, gefragt und gefilmt. Um so mehr hat es uns gefreut, als schon während der Begehung lobende Worte über die Ruhe, die hier herrscht, gefallen sind. Das zeigt doch, dass die Tiere zufrieden sind“ meint Anne Loop stolz.

Erschwerend kam hinzu, dass zwei Tage vor der Überprüfung noch Strohballen auf dem Gelände der Loops am Höllnweg gebrannt hatten (der Courier berichtete). „Davon war zum Glück nichts mehr zu bemerken, als die Gutachterinnen hier waren",  sagte Anne Loop erleichtert.

 50 Pferde sind auf dem Hof täglich zu versorgen, das geht nur mit zuverlässigen Mitarbeitern und der vereinten Kraft der Familie: „Meine Kinder Mareike, Imke und Henrik helfen alle mit, jeder nach Interessenlage entweder bei den Pferden oder den  Maschinen“, sagt  die Mutter. „Ich finde es cool, dass unsere Hof so gut abschneidet“, sagt Imke (20), selbst begeisterte Reiterin.

 Auch Joachim Loop, Besitzer des seit Jahrhunderten existierenden Erbhofs, freut sich mit seiner Frau: „Wir haben nicht auf die Auszeichnung hingearbeitet. Für uns haben wir allein dadurch schon gewonnen, das wir so viel erneuert haben. Toll ist auch, dass wir jetzt für alle Pferde frostfreie Tränken haben und im Winter keine Wassereimer für die Tiere mehr schleppen müssen.“

Seit 21 Jahren vergibt die Deutsche Reiterliche Vereinigung mit der Zeitschrift Reiter Revue einen Preis an das beste Stallkonzept. Am 6. September verkündet die Jury in Warendorf, auf welchem Platz die Loops gelandet sind. Der Hof Haßmoor aus Schleswig-Holstein ist auch im Rennen.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen