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Holsteinischer Courier

16. Dezember 2017 | 12:54 Uhr

Ausstellung : Plattencover als sehenswerte Kunst

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

In der Herbert-Gerisch-Stiftung wurde die Ausstellung „Für Augen & Ohren – Edition Longplay“ mit 320 Gästen eröffnet

shz.de von
erstellt am 15.Mär.2016 | 12:00 Uhr

Neumünster | Einen besseren Start aus der Winterpause ins Jubiläumsjahr hätten sich die Verantwortlichen in der Herbert-Gerisch-Stiftung kaum wünschen können: Zur Eröffnung der neuen Ausstellung „Für Augen & Ohren – Edition Longplay“ kamen mehr als 320 Gäste. Die Besucher standen zum Teil schon vor der Villa Wachholtz, weil ein Hineinkommen kaum noch möglich war.

Gezeigt werden in der Villa Wachholtz und der Galerie jetzt unter anderem Schallplattencover. Neben Leihgaben verschiedener Künstler stammen große Teile der Ausstellung aus der Sammlung von Rainer Haarmann. Der ehemalige Gründer und langjährige Leiter des Musikfestivals „Jazz Baltica“ gründete das Label „Edition Longplay“, in dem er die Langspielplatte aufleben lässt und darüber hinaus auf besondere Art und Weise Musik und bildende Kunst vereint. „Ich bitte nicht Künstler, ein Plattencover zu gestalten, sondern ich bitte Künstler, ein autonomes Kunstwerk für eine Platte zu realisie-ren. Jede Platte ist ein Bild, das eingerahmt an der Wand hängen sollte“, sagte Haarmann. Ganz nonchalant sei er mehrmals im Café in der Villa Wachholtz gewesen, bis er mit einer gewissen Hartnäckigkeit den Vorschlag zu dieser Ausstellung machte, beschrieb Brigitte Gerisch die ersten Kontakte. Rainer Haarmann nimmt sich nicht selten die Freiheit auszuloten, welcher Künstler zu welchem Musiker passt. „Mit Feuereifer hat er gemeinsam mit unserem künstlerischen Leiter, Professor Claus Friede, diese Ausstellung kuratiert“, lobte Brigitte Gerisch die Realisierung der unegwöhnlichen Schau.

Nach Grußworten von Professor Friede und der Direktorin der Kunsthalle Kiel, Dr. Anette Hüsch, führte Haarmann selbst eine Besuchergruppe durch die Ausstellung, erzählte wie alles anfing und darüber, in welcher Beziehung er zu manchem Künstler stand, von denen auch einige zur Eröffnung nach Neumünster gekommen waren.

Er empfahl den Besuchern auch, sich den Skulpturenpark anzuschauen: „Wer weiß, vielleicht bringe ich auch mal eine dreidimensionale Platte heraus“, sagte der Herausgeber mit einem Augenzwinkern.

Am späten Nachmittag gab es Musik zu hören. Die eingeladenen Künstler wurden gebeten, ihre Lieblingsplatte mitzubringen und erzählten dann, was sie mit dieser Platte verbindet. Die Ausstellung ist für die Öffentlichkeit von Mittwoch, 16. März, bis Sonntag, 29. Mai, zu sehen.

Die Winterpause habe der Gerisch-Stiftung gut getan, sagte Brigitte Gerisch am Rande der neuen Ausstellung. Vorher hatte das Stifterehepaar kaum Gelegenheit, den neuen künstlerischen Leiter richtig einmal kennenzulernen. „Trotz verschiedener Strickmuster einzelner Personen passt das mit uns sehr gut. Es ist eine harmonische Zusammenarbeit, die viel Spaß macht“, hieß es. Resultat der gemeinsamen Arbeit ist ein Jahresprogramm mit vielen Überraschungen. 



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