Plattdeutsches Musical eroberte die Herzen der Zuschauer

Die Versammlung der Tiere versprach, Finn (stehend im Hintergrund) zu helfen. Der Griepvogel (rechts) kannte den dazu notwendigen Spruch.
Die Versammlung der Tiere versprach, Finn (stehend im Hintergrund) zu helfen. Der Griepvogel (rechts) kannte den dazu notwendigen Spruch.

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04. Juli 2014, 13:07 Uhr

Mit dem plattdeutschen Musical „Spiedi und Finn – Twee Meerschildkröten ob grote Fohrt“ leisteten 20 Schüler der 2. bis 4. Klassen der Rudolf-Tonner-Schule ihren Beitrag zur Tungendorfer Woche. Mehr als 150 Gäste, vorwiegend Eltern, Großeltern und Geschwister der Schauspieler, verfolgten die Aufführung im Volkshaus.

Zum Inhalt: An einem fernen Strand war Spiedi (Alena Hubert) zum Laichen, und im großen Ozean wartete Finn, sein bester Freund auf ihn (Tanz: Lana Dimer Tanz, Gesang: Nele Rohwer). Doch er kam nicht, und die Kinder sangen: „Spiedi, Spiedi, do mi dat nich an, dat ik di nich finnen kann.“ Dann suchte Finn überall auf der Welt nach Spiedi. Auf einer Insel erlebte er eine Versammlung der Tiere. Ein großer Vogel (Kim Bernhardt), der mit anderen den „Instinktomaten“ erfunden hatte, versprach zu helfen, wenn man denn einen bestimmten Spruch kennt. Darauf hin traf Finn viele Tiere: Elefant, Känguru, Swienswal und auch Tiere und Kinder, die in Schleswig-Holstein leben, und gemeinsam suchten sie. Als Spiedi gefunden war, sangen alle zum Abschluss den „Meerschildkrötenmarsch“. Lang anhaltender Beifall belohnte die Schüler am Ende für ihre Aufführung.

Nele Rohwer, die den Part von Finn sang, hatte auf der Bühne besonders viel zu tun. „Alle waren voll dabei“, freute sich Lene Puschnigg, Lehrerin an der Tonner-Schule und Kreisfachberaterin für Niederdeutsch. „Die meisten Kinder konnten vor drei Monaten noch kein Wort Platt.“ Sie hatte mit den Kindern das Stück erarbeitet. Jens Jacobsen, der das Buch schrieb und die Musik komponierte, war auch dabei. Das half natürlich für die Aufführung. Die Eltern hatten mit ihren Kindern einfallsreiche und teils aufwändige Tierkostüme gebastelt und dann auch noch für das leibliche Wohl an diesem Nachmittag gesorgt.

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