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Poetry-Slam : Plattdeutsche Poesie auf der Weide

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Zum zweiten Mal organisierte die Stiftung Naturschutz mit dem NDR einen Poetry-Slam auf dem Landschaftspflegehof Hartwigswalde.

shz.de von
erstellt am 08.Aug.2017 | 12:00 Uhr

Neumünster | Nach der gelungenen Premiere im vergangenen Jahr pilgerten am Sonntagnachmittag wieder 350 Besucher auf den Landschaftspflegehof Hartwigswalde in Wittorf, um sich von talentierten „Plattschnackern“ beim Poetry-Slam gut unterhalten zu lassen. Organisiert wurde der wortreiche Nachmittag im Rahmen des Naturgenuss-Festivals von der Stiftung Naturschutz in Zusammenarbeit mit dem NDR 1-Hörfunk.

Charmant und launig führte die Platt-Moderatorin Ines Barber durch das abwechslungsreiche Programm, bei dem sich in der urigen Scheune zunächst der vom NDR bekannte „Hör mal’n beten to“-Autor Gerrit Hoss die Ehre gab. Der Gitarrist kam mit seinen plattdeutschen Popkompositionen beim Publikum gut an. Ebenso erhielten seine amüsanten Ausführungen über die Bio-Kuh als Diva unter den Milchproduzentinnen viel Applaus.

Nachdenklichkeit machte sich dagegen bei der traurigen Geschichte breit, die die junge Texterin Jaqueline Lindemeyer von der schicksalhaften Begegnung zwischen Wölfen und Menschen erzählte. Doch bei den pointenreichen Geschichten von Matthias Stührwohldt über die von ihm lahmgelegte Lan-Party seines Sohnes durch das unbedachte Einschalten eines Wasserkochers wurde herzlich gelacht. Auch den (Un)sinn der Autobahn zwischen dem Gemeinden Bornhöved und Stolpe sorgte für Heiterkeit. Dies galt auch für den lustigen Vortrag des Vierten im Bunde, Helge Albrecht. Dieser widmete sich dem „harten“ Überlebenskampf in freier Natur, auf den man sich zu Hause am besten mit heruntergedrehter Heizung vorbereite sowie dem Thema Wellness-Tempel mit ländlichem Flair.

Die Besucher genossen nicht nur die ausgefeilten Texte, sondern auch die kulinarischen Angebote, zu denen unter anderem Steaks vom Galloway-Rind zählten. Unter ihnen waren auch Eva und Ludwig Hallmann. „Wir sind schon im letzten Jahr dabei gewesen und fanden es hervorragend. Deshalb haben wir uns den Termin gleich wieder notiert“, berichteten die beiden Norderstedter.

„Wir freuen uns darüber, dass die Veranstaltung so viele Gäste angelockt hat. Denn so können wir in lockerer Atmosphäre auf die Arbeit der Stiftung aufmerksam machen“, erklärte Karen Marggraf als Pressesprecherin der Ausgleich-Agentur Schleswig-Holstein. Als Zugabe werde die Stiftung „Moor-Futures-Zertifitate“ kaufen, die der Renaturisierung des Königsmoores (Kreis Rendsburg-Eckernförde) zugute kommen – als Ausgleich für die CO2-Belastung, die durch die Besucher entstanden ist, die mit mit dem Auto angereist sind. „Wir hoffen, mit dieser Aktion Privatpersonen für das Thema Treibhausbilanz zu sensibilisieren. Denn was gut für das Klima ist, ist auch gut für die Natur“, führte sie weiter aus.

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