Gönnebek : Platt bleibt in Gönnebek lebendig

Marianne Ehlers vom Schleswig-Holsteinischen Heimatbund (von links) brachte zur Feier des Tages kleine Plattdeutschgeschenke für Sandro Rönnau (16), Kristin Gerdt (15), Lynn (14) und Peer Doose (16) mit. Die jungen Leute haben sich ein wenig Plattdeutsch bewahrt, freute sich Werner Stöwer von den Plattsnackers.
Marianne Ehlers vom Schleswig-Holsteinischen Heimatbund (von links) brachte zur Feier des Tages kleine Plattdeutschgeschenke für Sandro Rönnau (16), Kristin Gerdt (15), Lynn (14) und Peer Doose (16) mit. Die jungen Leute haben sich ein wenig Plattdeutsch bewahrt, freute sich Werner Stöwer von den Plattsnackers.

Die Günnbeker Plattsnackers feiern Jubiläum. Sie wollen die Sprache ihrer Vorfahren erhalten und weitergeben.

shz.de von
08. März 2018, 16:30 Uhr

Gönnebek | „Moin, Moin“ heißt es, wenn sich die Günnbeker Plattsnackers im Gönnebeker Dörpshus treffen. Am Dienstagabend stand nun ein Jubiläum an: Zum 125. Mal hieß es: „Hier ward Platt snackt.“ Zur Feier des Tages war sogar ein Gast vom Schleswig-Holsteinischen Heimatbund gekommen.

Plattdeutsch – das soll nicht untergehen, fanden am 24. Februar 2004 einige Gönnebeker, die sich den Erhalt der plattdeutschen Sprache wünschten und deswegen mit seinerzeit 19 Mitgliedern den Kreis der „Günnbeker Plattsnackers“ gründeten. Seitdem treffen sich die Freunde des Plattdeutschen jeden zweiten Dienstag um 19 Uhr im Dörpshus.

Dazu gibt es inzwischen auch einen niederdeutschen Singkreis in der heute auf rund 40 Mitglieder angewachsenen Gruppe. Sogar einige junge Leute, die noch ein wenig Platt – etwa mit Oma und Opa – sprechen, konnte Leiter Werner Stöwer zum kleinen Plattdütschjubiläum in Gönnebek noch auftreiben. Das fand auch Referentin Marianne Ehlers vom Schleswig-Holsteinischen Heimatbund toll und überreichte den vier Jugendlichen als Motivation zum Weitermachen ein kleines Buch- und Spielegeschenk auf Plat.

„Wat mutt, dat mutt“, meinte die plattdeutschbegeisterte ehemalige Eiderstedterin und Bibliothekarin, die das Niederdeutsche im Heimatbund in Molfsee längst zum Beruf gemacht hat. „In Günnbek geiht dat locker tau“, meinte Werner Stöwer zum entspannten Umgang in der Gruppe.

Plattdeutsch, Spaß und Geselligkeit stehen im Vordergrund, und so dürfen auch die ehemaligen Mecklenburger ihr Platt snacken. Immerhin habe das Plattdeutsche mit den plattdeutschen Lesewettbewerben und sogar als Unterrichtsfach seinen Weg in die Schulen gefunden, erzählte Marianne Ehlers zur aktuellen Entwicklung. „Gut so“, meinten auch die Mitglieder aus dem Singkreis und gaben zur Veranstaltung ein Geburtstagslied und das Schleswig-Holstein-Lied auf Plattdeutsch zum Besten.

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