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Stadthalle : Plakette erinnert an Dr. Uwe Harder

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Ein Jahr nach dem Tod des früheren Oberbürgermeisters trägt die Stadthalle jetzt offiziell seinen Namen

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erstellt am 09.Feb.2017 | 08:00 Uhr

Neumünster | Die Namensgebung „Dr.-Uwe-Harder-Stadthalle“ soll an den früheren Oberbürgermeister erinnern, der sich wie kaum ein anderer für den Bau einsetzte. Da waren sich Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung der Holstenhallen und alle politischen Gremien einig. Seit gestern – und damit genau ein Jahr nach Harders Tod – ist das auch durch eine Plakette sichtbar. Sie ist im Foyer angebracht, zeigt ein Foto des OB am Mikrofon im historischen alten Ratssaal und die Lebens- und Amtsdaten: Dr. Uwe Harder *2. November 1923 – ✝  8. Februar 2016, Oberbürgermeister von 1970 – 1988.

„Die Stadthalle hat eine besondere Geschichte, und Dr. Uwe Harder war ihr Verfechter“, erinnerte der Holstenhallen-Aufsichtsratschef Uwe Döring an kontroverse politische Debatten. „Im Disput um Stadthalle oder neues Rathaus gab es eine salomonische und typisch Neumünsteraner Entscheidung: Wir bauen beides, aber jeweils nur den ersten Abschnitt“, so Döring, der bekannte: „Die SPD war strikt dagegen.“ Sie stellte sich damit auch gegen ihren SPD-Verwaltungschef. Die Stadthalle wurde dennoch gebaut und im Februar 1986 eröffnet. Über den Saal könne man auch heute noch streiten. „Aber das Theater ist eines der schönsten in Schleswig-Holstein“, so Döring. Die Vervollständigung der Stadthalle kam anders als gedacht: Wo jetzt das Museum Tuch + Technik ist, sollte eigentlich die Stadtbücherei hinkommen. Döring: „Das Gebäude ist aber gut ergänzt. Der Kleinflecken ist die gute Stube von Neumünster. Und das alles hat Uwe Harder durchgesetzt, die Stadthalle war sein Lieblingskind.“

Döring: „Das Ding war teuer und bringt noch heute Verluste ein. Aber das ist eben so. Kultur ist nicht kostenfrei.“ Das sieht auch Holstenhallen- und Stadthallen-Chef Dirk Iwersen so. Die Bürger mögen ihre Stadthalle mit dem Festsaal und dem Theater. „Das ist schon das Haus der Neumünsteraner“, sagt Dirk Iwersen.

Wie viel Respekt und Anerkennung der verstorbene SPD-Oberbürgermeister Dr. Uwe Harder noch heute genießt, machte der CDU-Ratsfraktionsvorsitzende Gerd Kühl deutlich. „Er hat in der Ratsversammlung der Politik die Leviten gelesen. Harder und Kajo Schommer als Kämmerer waren ein unschlagbares Tandem.“ Uwe Döring: „Uwe Harder hat bis ins hohe Alter am Geschehen der Stadt teilgenommen. Das mit der Gedenktafel hätte ihn gefreut.“


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